Kleinkunstpreisträger Martin Wangler begeistert rund 300 Gäste

Dagmar Barber

Von Dagmar Barber

Di, 02. August 2016

Freiamt

Er liebt seltsame Kopfbedeckungen. Für Martin Wangler alias Fidelius Waldvogel sind sie beim Programm „Nächste Ausfahrt Heimat“ ein eindeutiger Fall von Dienstkleidung. Im Innenhof des Heimatmuseums führt der Kleinkunstpreisträger gleich mehrere quietschdoofe Modelle vor.

Im kernigen Bergbauernlook mit Schafwollsocken steht das Urviech breitbeinig auf der Bühne und greift nicht nur einmal verbal unter die Gürtellinie, während er sich süffisant durch alle möglichen Themen zappt.

Der Hardcore-Hinterwäldler, wie er sich nennt, arbeitet dagegen an, dass "man den Einheitslaberbrei schwätzt, da ist’s mit Mundart grad vorbei". Nei’gschmeckta tun sich schwer, ihn zu verstehen. Kostprobe: "Mir hät’s in’s Rueder g’seicht. Truche bring ich’s nimmi ini. Leer isch’s im Ofte uff de Bihni." Oder ein Song von Milchbauers End: "So, des wars! Er isch am End. Schön ischs nicht, wer het des au denkt, dass er sich und seinen Hof an den Nagel hängt. Wegere billige Milch, wer het des au denkt."

"Eine perfekte Kulisse für diesen Auftritt; das ist das erste Mal, dass hier ein Kabarettist auftritt," freut sich Jürgen ...

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