Klassik

"5nach5": Die Orgelmeditationen zur Fastenzeit im Freiburger Münster

Johannes Adam

Von Johannes Adam

Fr, 08. März 2019

Freiburg

Freitags um "5nach5": Orgelmeditationen zur Fastenzeit im Freiburger Münster.

Die Fasnet ist abgehakt. Dennoch darf man sich freuen: An sechs Freitagabenden der Fastenzeit ist um "5nach5" Gelegenheit, das Wochenende musikalisch einzuleiten – mit einer knappen halben Stunde Orgelmusik im Freiburger Münster.

Wobei auch die Organisten, Interpreten, die man in Freiburg kennt, auf ihre Art fasten: klanglich – indem sie nicht die Gesamtanlage nutzen, sondern sich auf jeweils nur eine Orgel beschränken. Trotzdem tun sich da viele Möglichkeiten der Musikvermittlung auf.

So bietet Freiburgs Münsterorganist Jörg Josef Schwab zur Eröffnung am 8. März ausschließlich Werke von Johann Sebastian Bach genau dort, wo sie im Münster besonders gut klingen: an der Langschiff- oder sogenannten Schwalbennestorgel. Fasten hin, Fasten her: Eine Bevorzugung der großen Marienorgel vorne links ist kaum von der Hand zu weisen. Vier der sechs Meditationsmusiken finden an diesem schön renovierten viermanualigen Instrument statt. Eiko Maria Yoshimura (22. März) interpretiert unter anderem Musik César Francks, von dem das Freiburger Theater die Opernrarität "Hulda" auf dem Spielplan hat. Stefan Pöll (29. März) und Felix Ketterer (5. April) bedienen sich der Farben dieser Rieger-Orgel bei Ausflügen in den deutschen Barock zu Buxtehude & Co. Florian Naab (12. April) verbindet Barock und 20. Jahrhundert: quasi den fünften (Bach) und den sechsten Evangelisten (Messiaen).

An die Michaelsorgel auf der Westempore begibt sich Hae-Kyung Jung (15. März), wo sie Mendelssohn und Französisches vorträgt.


Termine: Freiburg, "5nach5", Münster, 8. März bis 12. April, jeweils Fr, 17.05 Uhr