Stadtgeschichte

Bombenangriff auf Freiburg im November 1944: "In allen Ecken hockt das Grauen"

Carola Schark

Von Carola Schark

Mi, 27. November 2013 um 17:54 Uhr

Freiburg

Der Angriff auf Freiburg am 27. November 1944 hat die Stadt und ihre Bewohner für immer gezeichnet.

Wer es schaffte, den Trümmern zu entkommen, suchte als Erstes den Horizont ab, um das Wahrzeichen Freiburgs auszumachen. Der stehen gebliebene Münsterturm gab vielen Menschen Hoffnung. Wer könnte das besser ausdrücken als eine unmittelbare Augenzeugin? "Mit tiefer Dankbarkeit sahen wir, dass das Münster wie durch ein Wunder dieses Inferno überlebt hatte." (Margot Jonas).

In den Stadtteilen dagegen gab es viele kleine "Münstertürme", die plötzlich fehlten. "Wo aber war unsere Lutherkirche?" (Heinz Striby). In der Neuburg, die nach 23 Minuten Bombardement das Bild einer monatelangen Beschießung bot, waren die meisten Todesopfer zu beklagen. Die endlosen Listen mit den Namen der Opfer weisen in diesem Stadtteil allein 968 Tote aus. Hiervon konnten 154 Personen bis heute nicht geborgen werden – eine Quote von 16 Prozent. Für die Altstadt liegt dieser Prozentsatz noch höher, nämlich bei 20 Prozent.

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