Baden-Baden

Freiburger AfD-Stadtrat Mandic entschuldigt sich für Drohungen gegen den SWR

bz/dpa

Von BZ-Redaktion & dpa

Fr, 17. Januar 2020 um 19:40 Uhr

Südwest

Sein Auftritt in Baden-Baden hat viel Kritik ausgelöst – auch innerhalb der AfD. Nun rudert Dubravko Mandic zurück.

Der Freiburger AfD-Stadtrat Dubravko Mandic hat sich beim SWR für sein Verhalten bei einer Demonstration vor dem Funkhaus des Senders in Baden-Baden entschuldigt. Bei der Protestaktion gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor zwei Wochen hatte Mandic den Journalisten gedroht, man werde "sie aus ihren Redaktionsstuben vertreiben". Anlass der Versammlung vor dem SWR-Gebäude war die Debatte um eine WDR-Satire, in der eine fiktive Oma als "Umweltsau" bezeichnet wurde.

Laut SWR bedauerte Mandic nun in einer Mail, dass der Eindruck entstanden sei, er habe dazu aufgerufen, seine Ziele gewaltsam zu erreichen. Auch AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hatte Mandics Auftritt in Baden-Baden scharf kritisiert.

Auf die Frage, was ihn an der Demonstration am meisten gestört hat, antwortete Meuthen: "Der martialische Auftritt eines Herrn Mandic und dieses Gebrüll ’Lügenpresse, Lügenpresse’". Die Kritik an der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und auch die Forderungen nach dessen Abschaffung gehörten zwar durchaus zu den Positionen der AfD. "Die Frage ist aber: wie macht man das? Und die Art und Weise, wie das in Baden-Baden geschehen ist, ist tief erschreckend", sagt Meuthen, der Mitglied im baden-württembergischen AfD-Landesverband ist. Der Europaabgeordnete erklärt: "Das ist einfach ein Duktus, den wir herausbekommen müssen, der gehört nicht zu dieser Partei."

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