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BZ-Interview

Freiburger Soziologe: Aliens auf keinen Fall ansprechen

Die Außerirdischen sind längst da – im Film. Was aber, wenn sie uns tatsächlich einmal besuchen? Wir sprachen darüber mit dem Freiburger Wissenschaftler Michael Schetsche.

  • Sie sind da: Szene aus dem Film „Unheimliche Begegnungen der dritten Art“ (1977) Foto: IFA Film

Die Aliens sind längst unter uns – im Kino. Bereits in einem der ersten Filme überhaupt, Georges Méliès’ "Die Reise zum Mond" von 1902, bekommen es die Mondfahrer mit außerirdischen Wesen zu tun. Das Genre boomt noch immer. Hinter der Lust am Kinogrusel verbirgt sich natürlich auch die ganz reale Furcht: Und wenn die Aliens tatsächlich kommen? Eines seiner Forschungsgebiete ist die Exosoziologe, die sich mit der Frage nach den psychologischen und sozialen Auswirkungen eines Erstkontakts befasst.


BZ: Herr Schetsche, was fasziniert uns an Aliens?
Michael Schetsche: Der Mensch sucht immer ein Gegenüber, in dem er sich spiegeln, etwas über sich lernen und mit dem er sich austauschen kann. Gibt es andere Intelligenzen außer uns selbst? Das betrifft ja nicht nur Aliens. Generationen von Forschern haben sich etwa mit der Frage beschäftigt, wie intelligent Delphine sind oder Primaten. Und so ein Spiegelbild, ein imaginäres eben, das sind halt auch die Außerirdischen.

BZ: In denen spiegeln sich dann unsere Vernichtungsängste oder unsere Erlösungshoffnungen?

Schetsche: Die Aliendarstellung in Film oder Literatur verläuft grundsätzlich wellenförmig. Auf gute, freundliche, hilfsbereite Aliens folgen böse, eklige, aggressive und dann dreht sich das wieder. Vermutlich hat das Publikum einen bestimmten Typus irgendwann einfach satt. Man kann auch mit dem Zustand der Welt argumentieren und die ...

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