"Freude am Helfen" startet

Alexander Huber

Von Alexander Huber

Sa, 27. November 2021

Müllheim

Zielgerichtete, unbürokratische Hilfe für Menschen in Not.

Die Stimmung war schon mal besser im Land. Bestand noch im Sommer für Viele von uns die Hoffnung, dass es nach dem Corona-Advent 2020 diesmal wieder eine halbwegs "normale" Vorweihnachtszeit geben würde, so erleben wir gegenwärtig erneut, dass die Pandemie uns fest im Griff hat. Die Situation ist für alle schwierig – ganz besonders aber für die, die ohnehin nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, weil ihre soziale, familiäre oder finanzielle Situation prekär ist. Umso wichtiger ist es, wenn es in diesen unsicheren Zeiten Konstanten gibt – wie die BZ-Spendenaktion "Freude am Helfen", die traditionell mit dem ersten Adventswochenende startet.

Die vergangene Auflage von "Freude am Helfen" war eine besondere. Von der Pandemie-Situation geprägt, stand die Frage im Raum, wie sich das auf die Spendenbereitschaft auswirken würde – zumal auch diverse spezielle Aktionen und Veranstaltungen zugunsten der BZ-Spendenaktion nicht stattfinden konnten, was auch in diesem Jahr leider wieder der Fall ist. Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben dennoch ein beeindruckendes Zeichen der Solidarität gesetzt: Mit etwa über 60 000 Euro an eingegangenen Spendengelder im Bereich der Redaktion Müllheim wurde, und zwar deutlich, eine neue Rekordmarke gesetzt.

Corona hin oder her – die Grundidee von "Freude am Helfen" bleibt gleich, und sie bleibt weiter wichtig: Menschen in unserer Region, die in Not geraten sind, individuell, unbürokratisch und zielgerichtet helfen zu können. Wichtig dafür ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern in den Institutionen der Wohlfahrtspflege, wie Diakonie, Caritas oder Rotes Kreuz. Sie berichten von weiter sich verschärfenden Notlagen, aktuell nicht zuletzt unter dem Eindruck steigender Preise, vor allem steigender Energiepreise. Wenn das eigene Budget auf Kante genäht ist, dann werden solche Kostensteigerungen besonders schmerzlich spürbar.

Und das Problem, das grundsätzlich oft zu beobachten ist, verschärft sich: staatliche Unterstützungsleistungen reichen oft gerade so aus, um den laufenden Lebensunterhalt zu finanzieren – und manchmal nicht einmal das. Passieren unvorhergesehene Dinge, können sie existenzielle Notsituationen auslösen.

Zu diesen unvorhergesehenen Vorfällen kann eine Waschmaschine gehören, die ihren Geist aufgibt, oder aber auch eine Erkrankung, die Mittel erfordert, welche nicht komplett von der Krankenkasse abgedeckt werden. Spendengelder von "Freude am Helfen" dienen auch immer wieder dazu, Menschen mit knappen finanziellen Mitteln zu mehr Mobilität zu verhelfen. Und manchmal auch dazu, dass einer Mutter, einem Vater möglich wird, ihrem Kind einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Gerade in der Weihnachtszeit erleben Menschen in finanzieller Notlage ihre Situation besonders schmerzlich. Und so hoffen wir auch in diesem Jahr wieder auf Ihre Mithilfe. Jede Gabe, ob groß, ob klein, ist willkommen. Im Namen derer, die davon profitieren, danken wir allen Spenderinnen und Spendern ganz herzlich.

Spendenkonten: Volksbank Breisgau-Markgräflerland
IBAN DE06 6806 1505 0000 1441 00

Sparkasse Markgräflerland
IBAN DE42 6835 1865 0008 0244 40
Stichwort: "Freude am Helfen".
Bareinzahlungen nimmt auch die BZ-Geschäftsstelle in Müllheim, Hauptstraße 70, entgegen. Bei Spenden bis zu 100 Euro gilt der Überweisungsabschnitt als Spendenquittung. Die Namen der Spender werden wir regelmäßig in der Zeitung veröffentlichen. Wer keine Namensnennung wünscht, möge dies auf dem Überweisungsträger vermerken.