Volleyball

Friedrichshafen bleibt wieder nur der zweite Rang – Berlin ist Meister

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Do, 15. April 2021 um 21:00 Uhr

Volleyball

Der deutsche Meister im Männer-Volleyball kommt aus Berlin – wie stets seit 2016. Auch das dritte Spiel der Finalserie gewinnen die Volleys gegen den VfB Friedrichshafen.

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen haben das Finale um die deutsche Meisterschaft erneut verloren. In der Endspiel-Serie "Best of five" gegen die Berlin Volleys unterlag die Mannschaft von Trainer Michael Warm auch im dritten Spiel am Donnerstagabend in eigener und zuschauerloser Halle deutlich mit 0:3 (21:25, 18:25, 21:25) Sätzen.

Während die Berliner sich damit ihren elften Meistertitel sicherten, muss der VfB nach dem letztmaligen Gewinn der Trophäe im Jahr 2015 weiter auf seine nächste Meisterschaft warten. Der Hauptstadtclub entschied die Finalserie deutlich mit 3:0 Siegen für sich.

Möglicherweise war bereits die erste Partie vor rund einer Woche der Knackpunkt: Denn in dieser Begegnung führten die "Häfler" daheim bereits mit 2:0 nach Sätzen. Aber sie verloren das Spiel dann noch mit 2:3 Sätzen. Dabei gewann Berlin den entscheidenden Tiebreak mit 19:17 Punkten – und wehrte zwei Matchbälle ab.

Im ersten Satz des dritten Matches am Donnerstagabend zeigte Friedrichshafen zunächst das druckvollere Spiel. Doch als Diagonalangreifer Benjamin Patch (26) bei den Berlinern an die Aufschlaglinie trat, drehte sich die Partie. Die Volleys holten neun Punkte in Serie, darunter waren zwei Asse des US-Amerikaners. Aus einem 14:17 wurde so eine komfortable 23:17-Führung für die Gäste.

Geführt vom russischen Zuspieler Sergej Grankin (36), Olympiasieger von 2012, hielten die BR Volleys nach dem gewonnenen ersten Durchgang ihren Kurs. Der Kontrahent konnte mit dem Angriffsschwung der Berliner nicht mithalten. Spätestens als Samuel Tuia für die Gäste den Punkt zum 20:14 machte, war in Satz zwei die Vorentscheidung gefallen.

Mit aller Macht stemmte sich der VfB gegen drohende Niederlage, hatte beim 15:12 im dritten Abschnitt den Vorteil auf seiner Seite. Doch die BR Volleys blieben dran. Wiederum Patch mit einem Ass zum 22:20 gab dem Spiel auch in diesem Durchgang die entscheidende Wende. Der Rest war Jubel auf der einen und Enttäuschung auf der anderen Seite. "Es ist eine herbe Enttäuschung. Wir haben gedacht, wir spielen besser", erklärte Friedrichshafens Nationalspieler Linus Weber, der zum wertvollsten Spieler der Liga-Saison gewählt wurde und in der nächsten Saison wieder in Italien spielt. Ein schwacher Trost ist, dass die "Häfler" mit 13 Titeln immer noch Rekordmeister sind.