Königs Wusterhausen

Fünf Tote in Brandenburg: Vater soll Familie getötet haben aus Angst vor Behörden

dpa

Von dpa

Di, 07. Dezember 2021 um 12:55 Uhr

Panorama

Im Fall der toten Familie in Brandenburg wurde ein Abschiedsbrief des Vaters gefunden. Er handelt von Angst vor einer Verhaftung und dem Verlust der Kinder. Der Mann hatte ein Impfzertifikat gefälscht.

Der 40-Jährige hatte dem Brief zufolge ein Impfzertifikat für seine Frau fälschen lassen. Ihr Arbeitgeber habe dies erfahren. Nun hatte das Paar Angst vor der Verhaftung und dem Verlust der Kinder, wie Oberstaatsanwalt Gernot Bantleon am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Weitere Details wollte er nicht nennen. Den Brief fanden die Ermittler im Haus der Familie.

Nach der Entdeckung der fünf Toten am Samstag in einem Einfamilienhaus in Königs Wusterhausen gilt der Familienvater laut Ermittlern als verantwortlich. Der Mann habe nach der Tat Suizid begangen, ergaben erste Ermittlungen, über die Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus am Montag informiert hatten. Ein Abschiedsbrief weise auf den 40-Jährigen.

Der Familienvater soll seine Frau, ebenfalls 40 Jahre alt, und seine drei Kinder im Alter von vier, acht und zehn Jahren getötet haben - man fand alle mit Schussverletzungen. Zunächst hieß es, sie wiesen Schuss- und Stichverletzungen auf. Das revidierte die Staatsanwaltschaft jetzt. Eine Schusswaffe fanden die Ermittler ebenfalls im Haus. Ob es sich dabei um die Waffe handelt, mit der geschossen wurde, sei derzeit aber noch offen. Die Obduktion der fünf Toten sollte einige Tage dauern.
Info

Studien zeigen, dass es nach Berichterstattung über Suizide oft Nachahmungstaten gibt. Deswegen berichten wir in der Badischen Zeitung in der Regel nicht über Selbsttötungen – außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich in einer akuten persönlichen Krise befinden und Hilfe brauchen, wenden Sie sich an die Telefonseelsorge unter den kostenlosen Rufnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222 oder eine der anderen Hilfsstellen (siehe Kasten unten).

Hier finden Sie Hilfe in Krisen!

» Beratungsnummer der Telefonseelsorge
Tel. 0800-111 0 111 oder Tel. 0800-111 0 222
http://www.telefonseelsorge.de

Freiburger Bündnis gegen Depression e.V.

Tel. 0761 / 152 956 30, Do 11.30–13.00 Uhr
Büro Tel. 0761 / 270 690 00 (AB), https://fbgd.org, [email protected]

» Arbeitskreis Leben (AKL)
Der AKL Freiburg ist eine Beratungsstelle für suizidgefährdete Menschen, Menschen in Lebenskrisen und Hinterbliebene nach Suizid in der ganzen Region Südbaden.

http://www.ak-leben.de ,Tel. 0761/3 33 88,

Mo., Mi., Fr.: 10–13 Uhr; Di., Do. 14–16 Uhr.

Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention


Dachverband vieler Akteure und Organisationen. Keine Einzelberatung. Hilfsangebote unter http://www.suizidprophylaxe.de/hilfsangebote



Zentrum für Psychiatrie Emmendingen
Tel. 07641 461-0, http://www.zfp-emmendingen.de
[email protected]