Kontakt zur roten Zone

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Fr, 11. Oktober 2019

Landesliga Staffel 3

Für die Fußball-Landesligisten FC Löffingen und FC Neustadt ist der Blick nach hinten unerlässlich.

TITISEE-NEUSTADT. Es ist nur eine Momentaufnahme nach etwas mehr als einem Viertel aller Spiele: Der FC Neustadt ist Tabellenzehnter und liegt zwei Punkte vor der roten Zone in der Fußball-Landesliga, der FC Löffingen als Zwölfter hat einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge. Kein Grund zur Panik, aber Realismus ist angebracht. Neustadt und Löffingen müssen sich erst einmal nach hinten absichern, alles andere wäre fahrlässig.

Hegauer FV – FC Löffingen (Sonntag, 15 Uhr). "Nach der Heimniederlage gegen Denkingen stehen wir wieder mehr unter Druck", sagt der Löffinger Trainer Uli Bärmann, "unser Fokus liegt deshalb auf dem Hegau-Spiel. Hier können wir die Punkte zurückholen, die wir beim 0:3 gegen Denkingen so unglücklich verloren haben". Seine Buben wüssten, dass sie nicht gut gespielt haben – die Aufarbeitung der Niederlage fand im Training am Dienstag statt.

Der Hegauer FV ist allerdings alles andere als ein perfekter Aufbaugegner. Die Mannschaft ist Tabellenvierter und bestplatzierter Aufsteiger. Und sie hat in Markus Müller einen Stürmer in ihren Reihen, der in acht Spielen schon zehnmal getroffen hat. Zuletzt zweimal in Neustadt. "Das ist sicher eine Mannschaft mit Qualitäten und guten Fußballern", sagt Bärmann, sein Hauptaugenmerk richtet sich jedoch erst einmal auf die Defizite, die seine Mannschaft zuletzt offenbarte. "Wir müssen defensiv klarer spielen und besser kommunizieren", sagt der Löffinger Coach, zwei Missverständnisse führten gegen Denkingen zu Gegentoren. Einmal krachte Marco Schwirtz mit Torhüter Dominik Osek zusammen, ein anderes Mal Schwirtz und Ilias Sidi-Yacoub. Osek hat eine Rippenprellung erlitten, ob er am Wochenende spielen kann, steht noch nicht fest. Der andere Makel, der Bärmann aufgefallen ist, heißt Passgenauigkeit. "Wenn wir den Ball erkämpft hatten, war er viel zu schnell wieder weg. Wenn wir das und die Missverständnisse abstellen können, sind wir 80 Prozent besser als gegen Denkingen."

VfR Stockach – FC Neustadt (Samstag, 16 Uhr). Zeljko Cosic sieht mit etwas Unbehagen dem Spiel in Stockach entgegen. Dort wird auf einem Naturrasen gespielt, die Blauen trainieren immer und spielen oft auf Kunstrasen. "Wir sind es gewohnt, dass der Ball schnurgeradeaus läuft", sagt der Neustädter Coach, "das ist auf Naturplätzen nicht immer so". Mit Marius Henkel (sechs Tore), Nazir Zulji (vier) und Patrick Arndt (drei) verfügen die Stockacher über treffsichere Spieler, "das macht die Mannschaft ein Stück weit unberechenbar, da müssen im Mittelfeld schon alle gut mitarbeiten, damit wir defensiv gut stehen", fordert Cosic.

Da Luca Buric Leistenprobleme hat und Niklas Eckert nach seinem Urlaub erkrankt ist, wird wohl wieder Rick Kiefer an der Seite von Fabian Papa in der Innenverteidigung spielen. Aleksa Nikolic ist nach seiner Roten Karte am Samstag wieder spielberechtigt, "er ist im Angriff eine weitere Option, da er sehr viel Geschwindigkeit mitbringt". Die offensive Ausbeute von nur acht Toren in acht Spielen macht deutlich, wo es bei den Blauen am meisten hapert. Cosic weiß darum: "Wir arbeiten an den Abläufen. Ständig"