Verschollen

Für einen 48-Jährigen wurde die Dreisam wohl zur tödlichen Falle

Heinz Siebold

Von Heinz Siebold

Mo, 23. April 2012 um 08:09 Uhr

Freiburg

Im Dezember 2010 stürzt der 48-jährige Georg Siegel in die Dreisam und verschwindet. Ihm wurde der Hochwasser führende Fluss wohl zum Verhängnis. Zurück bleiben seine Mutter und ihr Schmerz.

Nicht hier, es muss noch ein Stück weiter oben gewesen sein. Die 76-jährige Frau mit den weißblonden Haaren zeigt flussaufwärts. Eigentlich ist die Dreisam eher ein Flüsschen, meist ist das Wasser an vielen Stellen nur knöcheltief. Doch wenn Regen oder Schmelzwasser aus dem Schwarzwald kommen, steigt der Pegel schnell auf ungewohnte Höhen. Unter der Schwabentorbrücke gibt es eine Stelle, an der die Fluten besonders kräftig über den Uferweg schwappen.

Am 7. Dezember 2010 war das so, der Rad- und Spazierweg war überschwemmt, aber nicht gesperrt. Kurz nach sechs Uhr abends war Georg Siegel dreisamaufwärts mit seinem Fahrrad unterwegs zu einer Partie Bridge mit älteren Damen und Herren. Um 18.15 Uhr ging der erste Notruf bei der Polizei ein, kurz darauf ein zweiter: Ein Mann habe am Uferrand an einem Fahrrad gezerrt, das sich im Gestrüpp verhakt hatte, und sei daraufhin in die reißenden Fluten gestürzt.

"Ich kann jetzt an ihn denken." Georgs Mutter Seitdem ist Georg Siegel weg. Die Rettungskräfte waren schnell gekommen, Feuerwehr, Polizei und Taucher waren bis vier Uhr nachts im Einsatz. Auch am nächsten Tag wurde weiter gesucht, auch mit Hubschrauber, bis dahin, wo die Dreisam in die Elz mündet. ...

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