A-Staffel Ost

"Ganz oben mitspielen": Kreisliga-Teams melden Ansprüche an

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mi, 14. August 2019 um 19:51 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Endlich geht es wieder um Punkte in der Fußball-Kreisliga A. An Selbstvertrauen mangelt es dem Gros der potenziellen Top-Teams nicht. Die Lage der Ost-Staffel vor dem Saisonstart.

Am Wochenende begeht die Kreisliga A Ost ihre neue Spielzeit. Vorab herrscht bei den meisten Fußballtrainern und Verantwortlichen allerdings Unmut über die – alljährlich – suboptimalen Bedingungen: "Ich will nicht jammern, aber ich halte die Spieltermine für Blödsinn", sagt Sven Oertel, Trainer des SV BW Murg, der mit dieser Meinung in der Liga nicht allein dasteht. Die Sommerpause wird immer kürzer, zudem fällt der Saisonstart mitten in den Urlaubsmonat August. "Hoffentlich geht es den anderen Teams ähnlich, dann ist es wenigstens ausgeglichen", kommentiert Bad Säckingens Trainer Rusmir Omeragic schmunzelnd die Personalsorgen, die ihn aufgrund der urlaubsbedingten Ausfälle plagen. Doch bei allen Unabwägbarkeiten scheint vor dem Auftakt sicher: Die Rollen in der Liga sind klar verteilt.

Momentan sind wir weit entfernt vom Thema Wiederaufstieg. Brennet-Coach Urs Keser
Aus der Bezirksliga als Tabellenletzter abgestiegen, haben in diesem Jahr viele die Spvgg. Brennet-Öflingen als Favorit auf die vorderen Plätze im Visier. Deren Trainer, Urs Keser, übt sich nach 113 Gegentoren in der Vorsaison und dem Verlust des besten Torschützen Tolga Polat jedoch in Zurückhaltung: "Momentan sind wir weit entfernt vom Thema Wiederaufstieg. Ich setze da eher auf andere Teams wie die SG Mettingen/Krenkingen oder Murg." Und seine Sportvereinigung? "Wir müssen gucken, wie wir zurechtkommen, und einen guten Start erwischen", sagt Keser.

Bei der SG Mettingen/Krenkingen geht man mit Trainerfuchs Georg Isele in die zweite Saison und wird nach Platz drei im Vorjahr als Top-Favorit auf den Aufstieg gehandelt. Für Isele ist der Gang in die Bezirksliga nicht Pflicht, dennoch "wissen wir, was wir können, und sehen auch das Potenzial, ganz oben mitspielen zu können". Bei der SG legt man Wert darauf, die Entwicklung der vergangenen Jahre fortzusetzen und mit der Mannschaft weiter an den Stärken zu arbeiten.

BW Murg und FC Bad Säckingen wollen oben mitspielen

Isele verfügt laut eigener Aussage über "eine intelligente und eingespielte Mannschaft, die auch in der Lage ist, während eines Spiels die taktische Grundausrichtung zu variieren und somit auf den Gegner reagieren zu können". Zu den Konkurrenten im Aufstiegsrennen zählt Isele den Vorjahresvierten SV BW Murg, seinen Ex-Verein FC Geißlingen und auch den SV Rheintal, der, "sofern sie diszipliniert auftreten, das Überraschungsteam der Liga" werden könne. Namen nennt Sven Oertel derweil keine, jedoch glaubt er an das eine oder andere Überraschungsteam: "Viele Mannschaften haben vergangene Runde unter Wert gespielt", sagt Oertel, der die größte Baustelle seiner Elf in der ausbaufähigen Effizienz sieht. "Wenn die anderen sich steigern und wir weiterhin so viele Chancen für ein Tor benötigen, wird es schwierig werden", mahnt der Murger Coach, der aber betont: "Wir wollen uns ganz klar tabellarisch verbessern."

Beim FC Bad Säckingen blickt Trainer Rusmir Omeragic nach dem Wechsel von der West- in die Ost-Staffel voller Vorfreude auf die Saison, in der man "ganz oben mitspielen" will. Nach einer guten Vorbereitung, in der alle Spieler gut mitgezogen haben, "wollen wir zeigen, dass wir unseren offensiven, schnellen Fußball aus der Vorsaison bestätigen können", so der 45-Jährige.

Ausbaufähige Vorbereitung bei C.S.I. Juve Rosetta Laufenburg

Schwierig zu erstellen ist vor dem Saisonauftakt eine verlässliche Prognose für die untere Tabellenhälfte. Mannschaften wie der FC Weizen, die Spvgg. Wutöschingen, der VfR Horheim-Schwerzen, der SV Nöggenschwiel und Aufsteiger SV 08 Laufenburg II werden nach Einschätzung der Kreisliga-Beobachter aber tendenziell nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Fabio Cocuzza, der Trainer der Laufenburger Landesliga-Reserve, sieht seine Mannschaft für die Spielzeit in der A-Klasse gewappnet, "dennoch geht es für uns nur darum, so schnell wie möglich 40 Punkte zu sammeln". Durch einige interne Neuzugänge aus den A-Junioren und aus dem Kader der ersten Mannschaft habe man das Aufstiegsteam nochmals verstärken können.

Vornehmlich im Abstiegskampf verortet werden die beiden weiteren Aufsteiger SV Stühlingen und FC Grießen, sowie der SV Albbruck, der SC Lauchringen und C.S.I. Juve Rosetta Laufenburg. Für den sportlichen Leiter von C.S.I., Filippo Oddo, geht es vorrangig darum, "nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und nach der ausbaufähigen Vorbereitung schnell auf Wettkampfniveau zu kommen".

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