Gefühlsbetont, spaßig, einfach gut

Karin Heiß

Von Karin Heiß

Fr, 06. September 2019

Simonswald

Gut besucht war das Konzert des Simonswälder Akustik-Duos "GemeinsamEins" auf dem Campingplatz "Schwarzwaldhorn".

SIMONSWALD. Gut besucht von Jung und Alt, Einheimischen und Feriengästen, war das Konzert des Simonswälder Akustik-Duos "GemeinsamEins" auf dem Campingplatz "Schwarzwaldhorn". Achim Raufer (Gitarre, Gesang) und seine Frau Tanja (Gesang) boten eigene Stücke und Covers, vom Stil her den Genres Country und Liedermachen zuzuordnen, die bestens zu einem lauen Sommerabend passten. Was nur noch fehlte, war ein Lagerfeuer.

Die Eigenproduktionen sind in Deutsch, ihre tiefsinnigen Texte handeln vom Leben mit all seinen Querelen, von Freundschaft, die Mut macht, und Erkenntnissen, die weiterbringen. Die Stimme von Tanja Raufer ist warm und ausdrucksstark, ihr souliger Klang geht unter die Haut. Achim Raufer ist in der Umgebung schon lange als Sänger bekannt, er hat's als Singer-Songwriter drauf. In mehrstimmigen Stücken ergänzen sich die beiden beachtlich. Die gefühlsbetonten eigenen Stücke wechseln mit Covers, zumeist in Englisch. Die sind so gewählt, dass der Rhythmus auch immer wieder mal richtig anzieht. Unter anderem gab es "Jolene" (Dolly Parton), "Ring of fire" (Johnny Cash) und "Crossfire" (Bellamy Brothers) zu hören. Bei Letzterem sowie bei "Living next door to Alice" (Hit von Smokie, geschrieben von Nicky Chin und Mike Chapman) wurde es spaßig. Von dem einen ist die deutsche Version hierzulande fast bekannter – "Himbeereis zum Frühstück" (Hermann & Hermann) –, da wippte mancher lässig im Rhythmus mit, und von dem anderen eine Neufassung, die es sogar in die Charts schaffte und deren Refrain "Who the fu... is Alice" auf Anregung von Achim auch an diesem Abend von etlichen Besuchern gern und laut mitgesungen wurde. "Blowing in the wind" (Bob Dylon) und "Every little thing" (Carlene Carter) durften nicht fehlen, zudem gab es schöne Balladen, darunter "Ich wollte nie erwachsen sein".

Vieles kommt bei "GemeinsamEins" in eigener Interpretation daher, so auch der Soundtracksong "Hanging tree" aus "Tribute of Panem". Mit dem Stück hat das Simonswälder Duo die Zuhörer wirklich schwer beeindruckt. Sie zollten an diesem Abend ja immer wieder fleißig Applaus, doch nach diesem Vortrag war der besonders anhaltend. Die Stimmung war jedenfalls wunderbar und manch einer hätte sicher gern noch länger dort verweilt. Doch es war an einem Wochentag und trotz Ferien muss mit Beschallen im Freien dann irgendwann mal Schluss sein. Aber das Duo ließ es sich zumindest nicht nehmen, dem Wunsch nach Zugaben nachzukommen.

Mehr Informationen über "GemeinsamEins": http://www.gemeinsam-eins.eu