Gemeinde regelt Entschädigungen

Stefan Pichler

Von Stefan Pichler

Sa, 01. Oktober 2022

Höchenschwand

Einsatz der Feuerwehr.

. Wenn die Feuerwehr Höchenschwand ausrückt, können Mitglieder der Einsatzmannschaft später Entschädigungszahlungen bei der Gemeindeverwaltung beantragen. Solche Entschädigungen regelt nun eine Satzung, die der Gemeinderat am Montag beschlossen hat.

Bereits 2019 hatte das Landratsamt festgestellt, dass für Höchenschwand Satzungen für die Entschädigung der Feuerwehrangehörigen sowie den Feuerwehr-Kostenersatz beschlossen werden müssen. Ehrenamtlich tätige Feuerwehrangehörige erhalten auf Antrag die ihnen durch die Teilnahme an Einsätzen und an Aus- und Fortbildungslehrgängen notwendigen Auslagen, sowie den entstehenden Verdienstausfall in tatsächlicher Höhe ersetzt, heißt es im Feuerwehrgesetz des Landes. War bisher die Zahlung einer Entschädigung durch die Gemeinde auf kostenpflichtige Einsätze beschränkt, wird nun die Entschädigung von 15 Euro pro Stunde für alle Einsätze bezahlt.

Bei einer Einsatzdauer von mehr als zweiaufeinanderfolgenden Tagen werden der Verdienstausfall und die notwendigen Auslagen in tatsächlicher Höhe ersetzt.

Für kostenpflichtige Einsätze hat der Gemeinderat für den Personaleinsatz 21,80 Euro pro Stunde festgelegt. Für die Brandsicherheitswache werden 15 Euro berechnet.

Die Satzung sieht darüber hinaus Aufwandsentschädigungen für den Feuerwehrdienst vor, der über das übliche Maß hinausgeht. So erhalten der Kommandanten 1000 Euro und sein Stellvertreter 500 Euro. 200 Euro erhalten der Jugendfeuerwehrwart, Geräte-Atemschutzwart und der Gerätewart-Fahrzeuge. Geregelt sind nun auch Entschädigungen für Fortbildungen. Für die ersten drei Stunden beträgt sie acht Euro , für jede weitere Stunde zwei Euro. Bei Fortbildungsveranstaltungen außerhalb der Gemeinde werden zusätzlich die Fahrkosten der zweiten Klasse oder eine Wegstrecken- und Mitnahmeentschädigung in entsprechender Anwendung des Landesreisekostengesetzes gewährt.

Feuerwehrkräfte hätten grundsätzlich die Wahlfreiheit, eine Entschädigung für den Verdienstausfall beim Arbeitgeber oder über die Gemeinde zu beantragen, sagte Bürgermeister Sebastian Stiegeler auf Nachfrage eines Gemeinderates.