Kommentar

Gewalt von Jugendlichen ist kein Grund, das Strafrecht zu verschärfen

Christian Rath

Von Christian Rath

Di, 09. Juli 2019 um 22:02 Uhr

Kommentare

BZ-Plus Bei Jugendlichen ist richtige Erziehung wichtiger als Bestrafung. So sieht es das Strafrecht vor – zu Recht. Das sollte so bleiben, auch nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Mülheim.

Die mutmaßlichen Täter der abscheulichen Gruppenvergewaltigung von Mülheim waren jung, sehr jung. Manche waren 14 Jahre alt, andere erst 12. Die Älteren sind immerhin schon strafmündig, die 12-Jährigen noch nicht. Der Fall sollte nun aber nicht als Anlass dienen, die Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre zu senken.

Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, war mal wieder der Erste. Schon am Wochenende hat er gefordert, die Schwelle der Strafmündigkeit auf 12 Jahre zu reduzieren. Das war kein Schnellschuss von Wendt. Seine Organisation fordert das schon lange.

Und ebenso lange lehnen Juristen und Sozialarbeiter diese Forderung ab. Zurecht. Wenn 12-Jährige Straftaten begehen, ...

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