Gewerbegrundstücke werden vorbereitet

Markus Zimmermann

Von Markus Zimmermann

Mo, 19. April 2021

Teningen

Gemeinderat hat für "Breitigen II" einen Umlegungsausschuss gebildet / Keine Umwandlung von Parkplätzen in Nimburg.

Das Gewerbegebiet "Breitigen II" auf den Gemarkungen Teningen und Köndringen soll nun entwickelt werden. Die Änderung und Neufassung des schon seit Jahren bestehenden, rechtsgültigen Bebauungsplanes wurde vor Jahresfrist beschlossen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde einstimmig die Baulandumlegung beschlossen und die Besetzung des Umlegungsausschusses entschieden.

Neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden gehören Ralf Schmidt (FWV), Britta Endres (SPD), Michael Gasser (CDU), Michael Kefer (UB/ÖDP) sowie beratende Sachverständige dem Umlegungsausschuss an. Mit der Bearbeitung der Umlegung wurde das Vermessungsbüro Markstein beauftragt. Die im Verfahren anfallenden Gebühren werden mit rund 93 000 Euro veranschlagt.

Einstimmig beschlossen wurde der Aufstellungsbeschluss zur fünften Änderung des Köndringer Bebauungsplans "Hinterruckenhaag-Binnäcker". Ziel ist es, die Bebauung eines Grundstücks an der Ecke Bismark-/Sanderstraße zu ermöglichen. Insbesondere geht es um die Verschiebung eines Baufensters. Da es sich um eine vorhabenbezogene Änderung handelt, werden die Bauherren die Kosten tragen.

Vom Tisch ist die zweite Änderung des Bebauungsplanes "Moosbreite" in Nimburg, denn der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme von Karl-Theo Trautmann die Aufhebung des Aufstellungsbeschlusses. Hervorgegangen war die Initiative, dort selten und nur teilweise genutzte öffentliche Parkplätze in Baugrundstücke umzuwandeln, aus dem Bürgerbeteiligungsprojekt "Nimburg – Flächen gewinnen". Maximal drei kleinere Häuser hätten dort Platz gefunden.

Eingestellt wird das Verfahren nun, weil es "sehr aufwendig ist und die Kosten-Nutzen-Relation nicht stimmt", wie Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker in der Sitzung anmerkte. Das Bauamt sei aktuell mit 15 offenen Verfahren befasst, umriss er die Arbeitsbelastung der Fachabteilung der Gemeindeverwaltung. Zudem seien die Initiatoren der Umwandlung anderweitig fündig geworden. Die Planung hatte auch die Proteste von Anliegern hervorgerufen.