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Glottertäler Winzer ziehen eine zufriedenstellende Bilanz des Jahres

Christian Ringwald

Von Christian Ringwald

Do, 21. Februar 2019 um 19:35 Uhr

Glottertal

Die Glottertäler Winzer freuen sich über gute Absatzzahlen und eine ertragreiche sowie hochwertige Weinlese 2018. Ein neuer Name verleiht der Winzergenossenschaft zudem neuen Schwung.

Eine ruhige Hauptversammlung – ohne eine einzige Nachfrage – ging diese Woche im Haus vom Roten Bur über die Bühne: Die Glottertäler Winzer zogen eine zufriedenstellende Bilanz, zumindest die aktuellen Zahlen aus 2018 zeigen beim Absatz nach oben. Zum Jahresende 2017 hatte die Winzergenossenschaft Glottertal zu "Roter Bur - Glottertäler Winzer eG" umfirmiert; mit dem Namen hat sich auch der Auftritt verändert und in der Folge konnten nun der Absatz gesteigert und der Preis angehoben werden.

Wein ist bekanntlich ein Naturprodukt und dadurch Schwankungen unterworfen. Nach unterdurchschnittlichen Mengen in den Jahren 2017 und 2015 konnte vergangenes Jahr ein "qualitativ und quantitativ sehr guter Herbst gelesen werden", wie Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender Udo Opel informierte.

Glottertäler Winzer auch bei Landesweinprämierung erfolgreich

Ihm zufolge waren die Veränderungen im Zuge der Umfirmierung notwendig und der Erfolg zeichne sich nun ab. Die Resonanz sei sehr gut, die Umsätze konnten im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 um 7,5 Prozent steigen . "Da ist Musik drin, wir kommen in Fahrt", schwärmte Udo Opel. Erfolgreich waren die Glottertäler Winzer auch bei der Landesweinprämierung. Mit 32 Gold- und zwölf Silbermedaillen für ihre Weine und Sekte waren die Glottertäler der erfolgreichste Betrieb im Breisgau und konnten zum zweiten Mal in Folge den Ehrenpreis entgegennehmen. Dies sei, so Opel, der Verdienst der Mitglieder und des Kellermeisters Norbert Faller und seinem Team.

Lob gab es auch für die Aktivitäten der Jungwinzer. Dank ihrer Veranstaltung "Roter Bur on Fire" bekam die Genossenschaft fünf Minuten in der SWR-Landesschau. Am Freitag nach Ostern, 26. April, steigt die zweite "Wein-Night" der Jungwinzer. Die achte Rebhislitour am Vatertag war "leider verregnet", die neunte ist für den 30. Mai schon fest terminiert. Im Herbst konnte mit 649.553 Kilogramm der größte Jahrgang seit Gründung der Genossenschaft 1951 eingelagert werden, 67 Prozent mehr als im Vorjahr und das bei guter Qualität. Nun sei es Ziel, die Weine zu guten Preisen vermarkten zu können, so dass sich auch die Winzer über ein steigendes Traubengeld freuen können. Das ausführliche Zahlenmaterial trug Karl Becher vom baden-württembergischen Genossenschaftsverband vor.

Glottertäler Genossenschaft ist eine der kleinsten im Land

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2017/18 betrugen knapp 1,7 Millionen Euro, rund 36.000 Euro weniger als im Vorjahr. An die Winzer wurden 970.000 Euro Traubengeld (rund 35.000 Euro mehr als im Vorjahr) ausgezahlt. Insgesamt wurden 300.200 Liter Wein verkauft; der Durchschnittspreis pro Liter betrug 5,59 Euro (Vorjahr 312.300 Liter, Durchschnittspreis 5,48 Euro). Die Genossenschaft zählt unverändert 141 Mitglieder.

Über die Arbeit des Aufsichtsrates berichtete Vorsitzender Gottfried Sillmann; er trug auch das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung durch den Genossenschaftsverband vor. Die Glottertäler Genossenschaft, so der Verband, gehöre zu den kleinsten im Land, die Zahlen seien zufriedenstellend. Sillmann gehört dem Aufsichtsrat der Genossenschaft seit 25 Jahren an und ist seit 2002 dessen Vorsitzender. Für sein Engagement konnte er am Dienstag die silberne Ehrennadel des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes entgegennehmen.

In der Dienstleistungstochter "Weinbau- und Vertriebsgenossenschaft" (WuV) werden 214 Ar Reben bewirtschaftet. Weiterer Geschäftsbereich der WuV ist die Organisation und Ausrichtung von Weinproben sowie die Teilnahme an den Weinfesten. Alles in allem wurden rund 180 000 Euro umgesetzt, rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Ehrungen: Seit 40 Jahren Mitglied ist Erich Strecker (langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender). 35 Jahre: Hermann Hoch, Josef Kapp und Franz Scherzinger. 30 Jahre: Pia Lickert und Hubert Herbstritt.