Kunstvolle Betrachtung der Heimat

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Fr, 11. Oktober 2019

Gundelfingen

Mitglieder des Gundelfinger Kunstvereins zeigen im Rathausfoyer eine Auswahl ihrer Werke / Ausstellung bis 8. November.

GUNDELFINGEN. Auf engem Raum bieten derzeit die Mitglieder des Gundelfinger Kunstvereins ein weiteres Mal Kunst im Foyer des Rathauses. Bis zum 8. November können dort Besucher während der Öffnungszeiten einen Querschnitt der Kunst aus Gundelfingen betrachten.

"Ich bin begeistert – diese unglaubliche kulturelle Vielfalt spricht für Qualität", sagte Bürgermeister Raphael Walz bei der Vernissage am Mittwochabend vor zahlreichen Gästen. Die Auswahl der gezeigten Bilder müsse für das Gremium eine große Herausforderung gewesen sein, glaubt der Rathauschef. Als Thema war "Gundelfingen" vorgegeben, eingereicht haben die Künstlerinnen und Künstler Malereien, Collagen, Skulpturen, Fotografien und Werke aus Stoff.

Detailliert wurden die Ausstellungsstücke jedes Kunstschaffenden betrachtet. Kulturvereinsvorsitzende Ulrike Bach übernahm die Führung von Bild zu Bild. Passend zum Thema hat Hans Peter Friedrich den Rosskopf gemalt – so wie er den Berg aus seinem Fenster sieht. Uta Weiß hat den Kandel im Bild verarbeitet: "Wenn ich von Reisen zurückkomme und mein Blick hinauf auf den Kandel fällt, fühle ich mich Zuhause", lautete ihre Erklärung. Die Mauer vom Englerbeck-Huus bannte Verena Bosse auf Leinwand, die bunte, lebendige Ortsmitte in Aquarell stammt von Jürgen Köhler. Die gleiche Ortsmitte als große Baustelle, wie sie 1989 war, hat Hans Peter Woseipka gemalt. Aber nicht nur Landschaften und Gebäude verbinden die Künstler mit dem Ort. Uwe Nedela hat immer im passenden Moment seinen Finger am Drücker und konnte so besenreitende Hexen fotografieren oder einen in die Lüfte steigenden Schwarm Krähen. Stefan Bohl verbindet Löwenzahn mit Gundelfingen und hat gleich mehre Bildern dazu ausgestellt. Eine einzigartige Collage aus verschiedenen Materialien erstellte Rod Brandsch: Sein Bild zeigt "Gundolf", Gundelfingens Gründer, mit Schild und Speer.

Andere Kunstschaffende haben Gundelfingens Umgebung abgebildet. So hat Erika Gothe van der Zwaag, eine Mitbegründerin des Kunstvereins, die Kapelle sowie ein Hof im Wildtal gemalt, Gisela Findel-Tölke hat den Weg nach Heuweiler in strahlendem Gelb aufs Papier gebracht. Anna Witte-Rotter stellt zum ersten Mal aus: Sie hat Winterfotos am Vörstetter See gemacht. Weiter sind zu sehen: Simone Valenzuela, Franziska Reisen-Veith, Isabelle Wiessler, Ingeborg Pether, Bernhard Veith, Christine M. Lotz, Bettina Ruge, Renate Hartwig von Renner, Birgit Huber-Wanner, Angela Bettinger und Brigitte Fischer.

Bei der Vernissage erheiterte das Blockflötenensemble der Musikschule die Gäste. Danach unterhielten sich die Besucher mit den Künstlern. Die Gemeinde spendierte Wein. "Ein Wein vom Weingut Kaltenbach und damit von Miriam Kaltenbach, der Königin unserer Herzen", sagte Bürgermeister Walz.

Die Ausstellung im Gundelfinger Rathausfoyer ist bis zum 8. November zu sehen: Montag bis Donnerstag 8 bis 12 Uhr, Montag auch 14 bis 17 Uhr und Mittwoch 14 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 12.30 Uhr.