Gut gelaufen, gut geschossen

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Fr, 13. März 2020

Biathlon

Biathlet Benedikt Doll beim Weltcup in Finnland Sechster.

KONTIOLAHTI (off). Was für ein trostloses Bild: Biathleten skaten und schießen – und niemand applaudiert. Nach Move Mesto (Tschechien) findet auch der vermutlich letzte Biathlon-Weltcup in Kontiolahti (Finnland) wegen des Corona-Virus’ unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Trainer, Betreuer, Athleten und Journalisten sind unter sich. Schade, weil Benedikt Dolls Sprintrennen gestern in Kontiolahti hätte durchaus mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdient gehabt. Der Biathlet der Ski-Zunft Breitnau belegte im Weltklassefeld der 99 Klassierten den sechsten Platz. "Ein Podestplatz wäre schön gewesen, aber ich habe hier reichlich Weltcuppunkte gesammelt", sagt Doll und mit Blick auf die Weltcup-Gesamtwertung meint er: "Verrückt machen sollte man sich deswegen nicht, hinschielen ist aber erlaubt."

Der 29-Jährige traf beim Liegendschießen alle fünf Scheiben. Es sollte die viertbeste Zeit im Feld bleiben, anschließend im stehenden Anschlag verfehlte der Schwarzwälder eine Scheibe und musste 150 Zusatzmeter in der Strafrunde laufen. "Ich habe mich am Schießstand eigentlich gut gefühlt, es hat sich liegend und stehend nach fünf Treffern angefühlt. Deshalb bin ich nicht ganz zufrieden", sagt Doll, der nach dem Zweiten Martin Fourcade (Frankreich) und Sieger Johannes Thingnes Boe (Norwegen) die drittbeste Laufzeit aufwies. Doll ist vor dem letzten Einzelrennen der Saison, dem Verfolger am Samstag, Siebter in der Weltcup-Gesamtwertung.