Handball

Aufholjagd ohne Happy-End für die HSG Freiburg

Jochen Dippel, bz

Von Jochen Dippel & BZ-Redaktion

So, 17. November 2019 um 01:47 Uhr

Handball 2. Bundesliga

Nach einem Fehlerfestival in der ersten Halbzeit kämpfen sich die Freiburger Zweitliga-Handballerinnen gegen Herrenberg zurück. Am Ende gibt es eine 17:20-Heimniederlage.

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten erlebten die 350 Zuschauer am Samstagabend in der Gerhard-Graf-Sporthalle: Vor der Pause spielten die Gäste der SG H2Ku Herrenberg die HSG förmlich an die Wand. Technische Fehler und Fehlwürfe der Freiburgerinnen erleichterten den Schwäbinnen die Angelegenheit. Zwischen dem fünften und dem sechsten Freiburger Treffer lagen fast zwölf Spielminuten. So zogen die Herrenbergerinnen von 6:5 auf 13:5 davon. Aus HSG-Sicht stand es zur Pause 6:14.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich die Szenerie schlagartig: Nun kämpfte die HSG mit dem Mute der Verzweiflung, während sich in das Spiel der Gäste plötzlich Fehler und Nachlässigkeiten einschlichen. Lohn des großen Freiburger Engagements war der Ausgleich zum 17:17 nach 54 Minuten. Die Halle stand kopf. Sogar der Führungstreffer war nun möglich für die Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser, doch in den Schlussminuten drehte sich noch einmal das Blatt: Mit drei Treffern in Folge besiegelte die SG ihren 20:17-Auswärtssieg.

SG-Trainer Mike Leibssle lobte nach der Schlusssirene die grandiose Stimmung in der Halle. So etwas habe er in der zweiten Liga noch nie mitbekommen. "Ein Unentschieden wäre gemessen am Spielverlauf wohl gerecht gewesen", gestand Leibssle ein. Für HSG-Coach Wiggenhauser war es "eine Sensation, wie wir zurückgekommen sind". Überragend bei den Gastgeberinnen waren Torfrau Lena Fischer, die eine Reihe von Siebenmetern entschärfte, und Rebecca Dürr als unermüdliche Antreiberin. Die meisten HSG-Treffer erzielten Dürr und Christiane Baum mit jeweils vier Treffern.