Nahverkehr

Haben die Entscheidungsträger bei der VAG eigentlich schon mal was von Corona gehört?

Thomas Gerber

Von Thomas Gerber (Freiburg)

Mo, 11. Januar 2021

Leserbriefe Freiburg

Zum Bericht "VAG Freiburg fährt ab Donnerstag im Ferienmodus" (BZ, 15. Dezember).

Deutschland geht in den Lockdown. Prima, denke ich, dann sind die Busse und Bahnen der VAG nicht mehr so proppenvoll. Das Corona-Risiko wird reduziert. Schließlich gehen ja die Fallzahlen aktuell durch die Decke.

Aber nein, zeitgleich dünnt die Freiburger Verkehrs-AG den Fahrplan aus. Haben die Entscheidungsträger bei der VAG eigentlich schon mal was von Corona gehört?

Offenbar ist es das Ziel, den öffentlichen Nahverkehr bestmöglich zu füllen. Oder ist die Einsparung von Betriebskosten in der aktuellen Extrem-Situation womöglich wichtiger als die Reduzierung des Infektionsrisikos?

Gerade saß ich in einer Bahn der Linie 5. Proppenvoll, dichtes Gedränge, keinerlei Abstand möglich, die Luft zum Schneiden dick. Wie zum Hohn läuft die automatische Durchsage "Es gilt Maskenpflicht ...", als ob das in dieser Situation noch irgendwas bringen würde.

Ganz ehrlich: Mir fehlt völlig das Verständnis.Thomas Gerber, Freiburg