Ausgezeichnet

Das Theater in den Bergen bekommt den Landesamateurtheaterpreis 2019

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 04. November 2019 um 18:01 Uhr

Häg-Ehrsberg

Das Theater, dessen Bühne die Landschaft rund um Häg-Ehrsberg ist, bekommt den Preis für das große Engagement der Darsteller. "Wir sind sehr glücklich", sagt Arnd Heuwinkel.

Bei der Verleihung des Landesamateurtheaterpreises 2019 hat Staatssekretärin Petra Olschowski in Winnenden das Theater in den Bergen in Häg-Ehrsberg für sein Stück "James Blond – Ein Agent ist nicht genug" geehrt. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert.

"Der Landesamateurtheaterpreis würdigt das große Engagement der unzähligen Darstellerinnen und Darsteller, die als Amateure neben ihrem eigentlichen Beruf auf der Bühne stehen", sagte Staatssekretärin Olschowski.

Neben dem Theater in den Bergen wurden sechs weitere Ensembles aus dem Ländle mit dem Preis ausgezeichnet. Der Preis solle ein Anreiz sein für die Amateurtheaterszene im Land, weiterhin "mit Engagement und Freude auf hohem Qualitätsniveau die kulturelle Vielfalt in unserem Land zu prägen", sagte Petra Olschowski am Sonntag. Der Verein Theater in den Bergen erlangte seinen Preis in der Kategorie Freilichttheater für das Stück "James Blond – Ein Agent ist nicht genug". Die Agentenparodie hatte im Jahr 2017 Premiere.

So vielfältig wie in kaum einem anderen Bundesland

Für die Theaterleute um Arnd Heuwinkel und Antonia Tittel ist dies schon die zweite Anerkennung und Förderung in diesem Jahr, nachdem das Biosphärengebiet das aktuelle Stück "Insekten?!" fördert. "Wir sind sehr glücklich", sagte Arnd Heuwinkel nach der Rückkehr aus dem Schwäbischen. Ihm habe gefallen, dass der kritische gesellschaftliche Umgang bei "James Blond" gepaart mit viel Witz anerkannt und verstanden worden sei. Zur Preisverleihung waren auch Sabine Zettler, Aurin Köhler, Silvia Frank, Rafaela Eckert und Thomas Eckert gekommen.

Der Preis präsentiere nicht nur den Querschnitt der Amateurtheaterlandschaft der breiten Öffentlichkeit, sondern zeige auch, dass die zahlreichen Gruppen einen festen Platz in der Kulturlandschaft Baden-Württembergs einnehmen und in ihrer Vielfältigkeit und Qualität so ausgeprägt seien wie in kaum einem anderen Bundesland. Mit einer großen Publikumsbeteiligung fand die Preisverleihungsmatinée in der Hermann-Schwab- Halle in Winnenden statt. Den ausgezeichneten Preisträgergruppen aus sechs Theaterkategorien wurde ein Preisgeld von jeweils 2000 Euro und eine Trophäe überreicht.

Josha Frey gratuliert

Der Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg (kurz: Lamathea), der vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Amateurtheater verliehen wird, ist bundesweit der einzige Staatspreis für Amateurtheater und bürgerschaftliches Engagement. Er zeichnet sechs herausragende Inszenierungen aus den Kategorien Innenraumtheater, Freilicht-, Mundarttheater, Kinder- und Jugendtheater, Theater mit soziokulturellem Hintergrund sowie Puppen- und Figurentheater aus.

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Josha Frey gratulierte der Truppe: Indem das Theater in den Bergen stets die eindrückliche Landschaft des Schwarzwalds als Kulisse nutze, verdeutlichen die Amateurschauspielerinnen und -schauspieler, dass die Region im Dreiländereck landschaftlich und kulturell viel zu bieten habe, wird Josha Frey in einer Pressemitteilung zitiert.