Senioren vermissen die "jungen Alten"

Cornelia Liebwein

Von Cornelia Liebwein

Do, 14. März 2019

Häusern

Seniorenwerk St. Fridolin Häusern stellte jede Menge Aktivitäten auf die Beine / Nachwuchs durch Jungrentner ist willkommen.

HÄUSERN. Das Vorstandsteam des Seniorenwerks St. Fridolin Häusern, der Vorsitzende Eckart Kunicke und die Kassiererin Elfriede Böhler, informierten bei der Hauptversammlung im Dorfkrug die insgesamt 19 Anwesenden über die Aktivitäten und Kassenbestände im zurückliegenden Jahr. Dabei blickten sie auch kurz auf die Pläne im neuen Vereinsjahr.

Als der Vorsitzende, Eckart Kunicke, Vergangenes erwähnte, sprach er die Adventsfeier mit den Frauen der Frauengemeinschaft an, die Maiandacht mit dem Seniorenwerk Höchenschwand in Häusern, den Besuch des Kreisseniorentags im Oktober in Höchenschwand, den Kranken- und Altensalbungsgottesdienst im November mit dem Seniorenwerk Höchenschwand in Höchenschwand. Außerdem erwähnte er das wöchentliche Turnen mit der Seniorengruppe immer montags, das er, weil Paul Kessler krankheitshalber ausfällt, inzwischen selbst übernimmt, den Mittagstisch für alle älteren Mitbürger immer donnerstags und weiteres.

Im weiteren Verlauf erklärte Kunicke, dass das Seniorenwerk zusammen mit dem St. Blasier Seniorenwerk erneut Tagesfahrten anbieten wolle. Genaueres erfahre man von Renate Schmidt, der Vorsitzenden des Seniorenwerks St. Blasien, demnächst über E-Mail. "Wahrscheinlich wird die erste Fahrt im April sein, zum Spargelessen", vermutete er.

Eindringlich bat er die Anwesenden, sich für Ämter im Vorstand zur Verfügung zu stellen. "Wir haben keinen Schriftführer, und der stellvertretende Vorsitzende fehlt", bedauerte er. Auch die Kassiererin informierte darüber, dass sie ihr Amt zur Verfügung stellen will. "Heute geht alles über Computer, damit möchte ich nicht mehr anfangen. Mein Kassenbuch ist bald voll, bevor wir ein neues kaufen, brauchen wir einen neuen Kassierer", meinte sie.

In die Zukunft blickend, zitierte Kunicke den einstigen langjährigen Vorsitzenden des Seniorenwerks, Erich Maier: "Uns fehlen die jungen Alten" und betonte, alle Häusener Bürger ab dem Renteneintrittsalter seien herzlich willkommen.

Bürgermeister Thomas Kaiser hatte zur Überraschung der Anwesenden für jeden eine Notfalldose mitgebracht und gab auch eine genaue Anleitung zur Handhabung. Auch einen Ausflug mit der Gemeinde versprach der Schultes wieder: "Bei großen Fahrten ist die Beteiligung geringer, deshalb schlage ich vor, in der Region zu bleiben". Zusätzlich setzte er die Anwesenden über den laufenden Betrieb der Tagespflege in Kenntnis. Sie sei mit beinahe 50 Gästen sehr gut besucht, sogar aus Bonndorf, Rothaus und Gersbach (Schopfheim) habe man Gäste. Ein dritter Bus, der die Gäste abholt, soll in Betrieb genommen werden.

Obendrein berichtete der Bürgermeister über weitere aktuelle Projekte, die positive Entwicklung der Post, die von der Gemeinde übernommen wurde,oder den aktuellen Stand der Planung des Friedwalds in Häusern, dem ersten Friedwald im Landkreis Waldshut.

Für ihn sei das Seniorenwerk eine wichtige Einrichtung, bedankte Kaiser sich bei Eckart Kunicke und Elfriede Böhler für ihren Einsatz. Auch Monika Kaiser, Vorsitzende der Frauengemeinschaft, bedankte sich beim Vorstandsteam. "Es ist immer sehr schön, mit dem Seniorenwerk zusammenzuarbeiten", sagte sie und lud alle Interessierte zum Frühlingsbrunch im Feuerwehrgerätehaus im April ein.