HANDBALL

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Von Uwe Schwerer, Peter Schaub & BZ-Redaktion

Mo, 26. Oktober 2020

Südbadenliga

SÜDBADENLIGA

Der erste Erfolg

HTV Meißenheim – SG Kappelwindeck/Steinbach 29:28 (14:15) (uws). Groß war die Freude in Meißenheim nach dem ersten Erfolgserlebnis des jungen Teams, welches zudem noch personell geschwächt in die Partie am Samstagabend gegangen war. Das Spiel des HTV war geprägt von Leidenschaft und Siegeswillen. Überragend beim Sieger waren der routinierte Torwart Steffen Bader und der 19 Jahre alte Max Zürcher, der im Mittelblock in der Abwehr und in der Offensive am Kreis auffallend stark auftrat. Coach Christian Huck war die Freude anzumerken, als er sagte: "Wir waren vorbereitet, sowohl taktisch als auch mental." Das HTV-Team war zwar über lange Strecken der Partie bis in die zweite Halbzeit hinein im Hintertreffen, hörte aber zu keinem Zeitpunkt auf zu kämpfen. Als vorteilhaft für die Meißenheimer erwies sich die 5:1-Deckung der Gäste. In der ersten Halbzeit richtete sie sich gegen Dustin Ammel, wodurch Bastian Funke viel Spielraum erhielt, im zweiten Abschnitt war es gerade umgekehrt. Die Entscheidung war beim 28:23 (55.) gefallen. "Es gibt dann noch ein paar Situationen, wo wir cleverer sein müssen, zum Beispiel in doppelter Überzahl", gab Huck zu bedenken. Das Fehlen der verletzten und angeschlagenen Felix Haag, Luis Nickert und Philipp Zürcher wurde von den anderen Akteuren im HTV-Dress ausgezeichnet kompensiert.

Tore HTV Meißenheim: Ehret 2, M. Zürcher 2, Ammel 10, Leppert 4/4, Funke 6, Schröder 3, Hasemann 1, Jochheim 1.

Spiel-Film: 4:4, 4:7 (13.), 6:9 (15.), 10:9 (18.), 12:10, 12:14 (27.), 14:15 – 19:21 (43.),22:21 (47.), 28:23 (55.), 29:27, 29:28.


Knapp, aber verdient

HGW Hofweier – BSV Phönix Sinzheim 28:27 (14:13) (pau). Leidenschaft pur war am Ende nötig, um die zwei Pluspunkte in der Hohberghalle behalten zu können. Mit seinem einzigen Tor zum 28:26 sicherte Philipp Isenmann 18 Sekunden vor dem Ende den Erfolg der Hofweierer. Allerdings sah der HGW nach 56 Minuten beim 27:23 schon wie der sichere Sieger aus, leistete sich dann aber einige Fehler. Zuvor zeigten beide Teams eine Partie auf absoluter Augenhöhe. Zur Halbzeit war beim 14:13 alles offen. Und auch nach der Pause wogte die Begegnung hin und her. Schockmoment dann für Michael Bohn, als David Knezovic (38.) auf den Boden krachte und fortan nicht mehr weitermachen konnte. Schnell wurden die fehlenden Alternativen im Rückraum offenbar. In der Schlussphase wäre das Spiel durch den Kräfteverlust beinahe noch in die Hose gegangen. HGW-Coach Michael Bohn sagte: "Es war ein verdienter Sieg meiner Mannschaft. In der ersten Halbzeit haben wir phasenweise überragend gespielt. Leider konnten wir unsere Überlegenheit nicht auf die Anzeigetafel bringen. In der zweiten Halbzeit gestaltete sich das Spiel nach der Verletzung von David schwierig für uns. Am Ende war es Leidenschaft pur."

Tore HGW Hofweier: T. Stocker 2, Ph. Isenmann 1, Bächle 5, Merz 1, Häß 6/3, Knezovic 7/1, Lauppe 1, Volk 5. Spiel-Film: 3:4, 6:4, 11:8 (19.), 14:13 – 20:17 (40.), 22:22 (48.), 24:22, 27:23 (57.), 27:26 (58.), 28:27.


LANDESLIGA NORD

Acht Tore sind zu viel

HGW Hofweier II – SG Scutro 23:31 (15:12) (pau/be). Mit acht Toren Unterschied ist der Sieg der leicht favorisierten Spielgemeinschaft zu hoch ausgefallen. Das Endergebnis zeigt aber den Unterschied beider Teams auf. Die SG-Akteure von Axel Schmidt erwiesen sich im zweiten Spielabschnitt abgeklärter. Lange waren die Gastgeber jedoch ein gleichwertiger Gegner. Dabei zeigte der HGW in der ersten Hälfte tollen Handball. Dies führte zum 15:10 (27.). Weil beim HGW etwas die nötige Ruhe und Abgeklärtheit fehlten, schrumpfte der Vorsprung auf 15:12 zur Pause. So aber kamen die Gäste aus der Kabine mit dem festen Willen, die Partie für sich zu entscheiden. Drei schnelle Treffer brachten den 15:15-Ausgleich. In der 49. Minute gab es erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung für die SG Scutro. Auch wenn noch elf Minuten zu spielen waren, die Entscheidung war gefallen. HGW-Trainer Georg Fischinger: "Mit unserer Leistung war ich 45 Minuten zufrieden, danach haben uns die Wechselmöglichkeiten im Rückraum gefehlt und die Kräfte haben nachgelassen. Unkonzentrierte Abschlüsse und die offene Abwehr des Gegners haben uns aus dem Tritt gebracht."

Tore HGW Hofweier II: Schäfer 2, Mättler 1, Ehret 2, Hackhofer 5, Blasius 5, See 8/5. SG Scutro: Kopf 8 2/1, Lischke 1, Nienstedt 1, N. Dittrich 5, Schrempp 2, R. Dittrich 10/1, de Weijer 4. Spiel-Film: 6:3, 9:8 (19.), 12:8 (24.), 15:10, 15:12 – 15:15 (34.), 19:20 (45.), 20:24 (49.), 21:27, 23:31.