In 72 Stunden die Welt verbessern

Annika Sindlinger

Von Annika Sindlinger

Sa, 18. Mai 2019

Herbolzheim

Jugendgruppen aus der Region beteiligen sich ab dem 23. Mai erneut an der 72-Stunden-Aktion.

NÖRDLICHER BREISGAU/ KAISERSTUHL (afs). In wenigen Tagen startet erneut die bundesweite 72-Stunden-Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Von Donnerstag, 23., bis Sonntag, 26. Mai, realisieren Jugendliche dabei gemeinnützige Projekte. Unter dem Motto "Uns schickt der Himmel" wollen die Jugendlichen etwas für den guten Zweck tun und in 72 Stunden die Welt ein wenig besser machen. Zuletzt fand die Aktion 2013 statt.

Wer nimmt teil?
32 Gruppen mit rund 700 Jugendlichen aus dem Dekanat Endingen-Waldkirch haben sich angemeldet, um politisch oder sozial aktiv zu werden und sich in ihrem Dorf, ihrem Stadtteil, ihrer Kirchengemeinde zu engagieren. Aus dem nördlichen Breisgau und dem nördlichen Kaiserstuhl nehmen 13 Gruppen teil: die Ministranten aus Herbolzheim und Rheinhausen, aus Wyhl, Sasbach und Jechtingen sowie die Ministranten aus Endingen, die Katholischen Jungen Gemeinden Herbolzheim und Bleichheim, die Katholischen Landjugenden Nordweil und Forchheim, die Pfarrjugend Rheinhausen, die Jugendgruppe Bombach, ehemalige Ministranten aus Endingen und Endinger Pfadfinder.

Wie läuft die Aktion ab?
Die Projekte der bundesweiten Aktion sind breit gefächert und reichen von der Gestaltung von Spielplätzen, über Tauchgänge im Tegernsee zur Beseitigung von Müll bis zur Organisation von Kinderfesten. "Die meisten Gruppen wissen nicht, was sie erwartet, sie bekommen ihr Projekt erst bei der Auftaktveranstaltung am 23. Mai", erklärt Andreas Fink, Jugendreferent im Dekanat Endingen-Waldkirch.

Einige Gruppen brachten eigene Ideen ein: Die Forchheimer Landjugend bemalt voraussichtlich die Mauer an der Bushaltestelle und bepflanzt das Beet davor. In Jechtingen wollen die Ministranten den Außenbereich des Kindergartens "Kunterbunt" umgestalten, die Endinger den des Pflegeheims St. Katharina. In Oberhausen soll ein Spielplatz am Sportplatz entstehen. "Das ist die größte Sozialaktion Deutschlands. Die Jugendlichen tun etwas Wichtiges für die Gemeinschaft", sagt Fink. "Sie tun etwas für alle und nicht für sich selbst, darum geht es bei der Aktion", sagt er.

Wer helfen möchte, kann sich an die jeweilige örtliche Jugendgruppe wenden. Die Gruppen freuen sich über jede Unterstützung, sei es mit Geld- oder Sachspenden wie Baumaterial und Werkzeug oder auch tatkräftige Helfer und Experten.

70 statt 72 Stunden?
70 sind die neuen 72, sagte sich der Bund Badischer Landjugenden (BBL). Weil die Deutsche Landjugend 70 Jahre alt wird, gibt’s eine 70-Stunden-Aktion. Ebenfalls von 23. bis 26. Mai setzten Landjugendmitglieder unter dem Motto "Schaffen, um zu bleiben" Projekte um, die den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Ort etwas nützen sollen. Daran nimmt am nördlichen Kaiserstuhl zum Beispiel die Landjugend in Bahlingen teil. Auch sie weiß vorher nicht, was sie erwartet.