Handball

HGW Hofweier schlägt den HTV Meißenheim

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 02. Dezember 2019 um 11:38 Uhr

Südbadenliga

Der HTV Meißenheim verpasst im Derby die Punkt gegen den klar favorisierten HGW Hofweier nur knapp.

MEISSENHEIM. "Eigentlich hätten wir einen Punkt verdient gehabt", sagte HTV-Akteur Pascal Fleig nach dem 23:25 des HTV Meißenheim in der Handball-Südbadenligapartie gegen den HGW Hofweier enttäuscht. "Wenn man ein Spitzenteam 59 Minuten lang ärgert und drei Minuten vor Schluss noch führt, dann ist es schon enttäuschend, wenn man noch verliert."

Tatsächlich präsentierte sich der HTV im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich verbessert und verlangte dem verunsichert wirkenden hohen Favoriten alles ab. Am Ende gab dann jedoch die größere individuelle Klasse den Ausschlag, der sich nach einer ausgesprochen überschaubaren Leistung gerade noch so über die Ziellinie schleppte.

Die Meißenheimer arbeiteten wieder einmal mit ihrer berüchtigten und viel beschriebenen offensiven Abwehr, die den Angreifern des HGW genauso wenig schmeckte wie die gewohnt robuste Gangart der Meißenheimer. "Wir wollten uns so teuer wie möglich verkaufen", sagte Fleig, "dazu gehörte natürlich auch eine konsequente Deckungsarbeit." Mehrfach nahm Gästetrainer Michael Bohn den Torwart heraus, um mit sieben Feldspielern die Meißenheimer Defensive in ein 6:0 zu drängen. Dass Strahinja Vucetic nach einem Treffer ins Gesicht schon in der zweiten Minute angezählt werden musste, wirkte sich auf die Psyche seiner Hofweierer Mitspieler nicht unbedingt positiv aus. So entwickelte sich eine zähe Partie mit wenigen Torszenen. Die Gäste scheiterten im ersten Spielabschnitt einige Male an Daniel Velz im HTV-Tor. Auf der anderen Seite stand Nebojsa Nikolic ebenfalls öfters im Blickpunkt. Auch das 13:9 nach 32 Minuten brachte dem HGW keine Sicherheit. Die Defensive arbeitete nicht kompakt genug, so dass der HTV immer wieder aufschließen oder sogar ausgleichen konnte.

Als der HGW dann bei eigener Überzahl von sechs gegen vier noch zwei Gegentreffer kassierte, schien die Partei noch zu kippen. Zweimal David Knezovic sowie jeweils einmal Lukas Schade und Marco Schlampp sicherten in der Schlussphase dann doch noch den knappen Erfolg. Kurz vor Schluss erlitt HTV-Regisseur Florian Engel einen größeren Wadenkrampf, wegen dem er stundenlang massiert werden musste. So fehlte der Mannschaft von Frank Ehrhardt im entscheidenden Moment auch ein wenig der kreative Impuls. Auf Hofweierer Seite schied Strahinja Vucetic mit einer womöglich schwerwiegenderen Knieverletzung vorzeitig aus, Fabian Wildt zog sich eine Platzwunde am Kinn und eine Gehirnerschütterung zu. "Leider haben wir versäumt das Spiel frühzeitig zu entscheiden, was sich dann fast noch gerächt hat", resumierte HGW-Trainer Michael Bohn. Es war auch nicht zu übersehen, dass wir das Steißlingen-Spiel noch nicht verdaut haben."

HTV Meißenheim: Velz, Zürcher; Dustin Ammel, Engel 8/1, Dennis Ammel 3, Fortin 4, Schröder, Gambert 1, Nickert 5, Häß, Jochheim, Hügli 2.

HGW Hofweier: Nicolic, Herbert; Wildt 1, Spraul, Blasius, Schade 1, Vucetic 8/1, Bächle 1, Kunde 3, Schlampp 3, Knezovic 4, Volk, Dittrich 4, Jankowski.

Spiel-Film:
1:2, 4:2 (10.), 4:5, 6:7, 8:8, 9:11 – 9:13, 12:13, 13:15, 14:17 (43.), 17:17, 17:19, 19:19 (50.), 19:21, 21:21, 23:23 (58.), 23:25.