Flüchtlinge in Südbaden (10)

Hilfe, Hetze, Unbehagen: Wie Deutsche auf Flüchtlinge reagieren

Thomas Fricker

Von Thomas Fricker

Sa, 22. August 2015 um 00:00 Uhr

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Immer mehr Flüchtlinge kommen nach Deutschland. Ihre Unterbringung wird zum Problem. Noch überwiegt Hilfsbereitschaft, aber die Kritik am Zuzug wird lauter. Was sind die Gründe?

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Streitgespräch protokolliert werden. Gegner einer Asylbewerberunterkunft mit Flüchtlingshelfern in der Diskussion – so wollten wir von der BZ im Rahmen unserer Flüchtlingsserie ausloten, wie weit Hilfsbereitschaft reicht, wo die Grenze zwischen Toleranz und Überforderung liegen kann und ab wann Ängste und Vorurteile in Abwehr münden oder gar in Hass.

Aus der Idee ist nichts geworden. Und das liegt nicht an den vielfältigen Helferkreisen Südbadens. Was fehlte, waren Ansprechpartner auf der Gegenseite – aus naheliegenden Gründen: Wer will hierzulande schon freimütig seine Bedenken äußern gegen die Anwesenheit von Flüchtlingen und dann auch noch mit dem Namen in der Zeitung stehen?

Rechtsradikale Wirrköpfe noch am ehesten, aber mit denen macht das Debattieren keinen Sinn. Dann sind da einzelne Anlieger und Kommunalpolitiker, die gegen den Bau von Heimen oder die entsprechende Umwidmung bestehender Gebäude vorgehen – wie in Sulz oder Au bei Freiburg immerhin mit offenem Visier. Ihre Gründe hören sich allerdings oft vorgeschoben an. Bangen sie wirklich ums adrette Ortsbild, um Nachtruhe und Mülltrennung oder gar darum, ob eine geplante Unterkunft nicht in Wahrheit zu klein und unbequem für traumatisierte Asylbewerber wäre? Oder stecken doch Ressentiments und die Abneigung gegenüber allem Fremden dahinter?

Ein Bayer beantragt Asyl ...

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