HINTERGRUND

Stephanie Streif

Von Stephanie Streif

Fr, 26. März 2021

Südwest

Prüfungen unter Corona-Bedingungen

Das baden-württembergische Kultusministerium hat Anpassungen für alle Abschlussprüfungen vorgenommen, die in diesem Jahr anstehen. Wegen Corona wurden die Prüfungen um zwei bis drei Wochen nach hinten verschoben, damit die Schülerinnen und Schülern mehr Zeit zum Lernen haben. Für manche Prüfungsklausuren bekommen Prüflinge auch mehr Zeit: Liegt die Gesamtbearbeitungszeit etwa über 180 Minuten, wird um eine halbe Stunde verlängert.

Weiter wurde der Aufgaben-Pool vergrößert, aus dem Lehrkräfte ihre Prüfungsaufgaben auswählen. So soll sichergestellt werden, dass nur die Themen abgeprüft werden, die auch im Unterricht behandelt wurden. Auch bei den beruflichen Schulen wurden abhängig von den einzelnen Bildungsgängen zusätzliche Wahlmöglichkeiten eingeräumt, um eine bessere Passung von Unterricht und Prüfung zu gewährleisten.
Anders als sonst läuft auch die Korrektur: Die Lehrkräfte, so die Ansage aus dem Kultusministerium, sollen die "mit Corona einhergehende Sondersituation bei den Korrekturen pädagogisch angemessen" bedenken.
Der zu behandelnde Stoff wurde schon zu Beginn des aktuellen Schuljahrs abgespeckt. Die Ansage aus Stuttgart lautet, dass nur das Kerncurriculum (und nicht das Schulcurriculum) behandelt werden müsse. Das Kerncurriculum umfasst die verbindlichen Inhalte des Bildungsplanes und macht drei Viertel des Unterrichts aus.