Historiker unterliegt gegen Hohenzollern vor Gericht

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Von dpa

Fr, 19. Februar 2021

Kultur

In der Auseinandersetzung zwischen dem Historiker Winfried Süß vom Potsdamer Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung und dem Nachfahren der letzten deutschen Monarchie, Georg Friedrich Prinz von Preußen, hat das Landgericht Berlin seine einstweilige Verfügung gegen Süß bestätigt. In dem Verfahren geht es um eine Äußerung des Historikers in einem Rundfunkinterview vor zwei Jahren. Darin hatte dieser von der "Idee eines Mitspracherechts" der Hohenzollern bei der Präsentation ihrer Geschichte in öffentlichen Museen gesprochen. Aus Sicht des Gerichts ist das eine unzulässige Tatsachenbehauptung. Süß und sein Anwalt sprachen von einer zulässigen zusammenfassenden Meinungsäußerung. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden. Prinz von Preußen sagte in einem nach der Verhandlung verbreiteten Statement, es gehe ihm um die richtige Darstellung von Fakten.