Reaktion auf Kritik

Simone Höhl

Von Simone Höhl

Do, 08. April 2021

Heitersheim

Historische Gesellschaft.

(sh). Der Vorstand der "Historischen Gesellschaft der Malteserstadt Heitersheim" hat mit einer Stellungnahme auf die Kritik ihrer ehemaligen Vorsitzenden reagiert. Werner Oskar Höfler und Josef Rupp beanstandeten am 24. März in einem Leserbrief, dass der Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt hatte, den Titel "Maltesterstadt" offiziell zu beantragen, und kritisierten dabei Stadträtin Ursula Schlegel, die Vorstandsmitglied der Historischen Gesellschaft ist.

Schlegel sei verantwortungsbewusst und ihre Entscheidung legitim, teilt die Vorsitzende der Gesellschaft, Anne Teller, mit. Sie verwehrt sich zudem gegen die Andeutung, die Gesellschaft hätte womöglich ein Interesse daran, das Maltesermuseum aufzulösen, und untermauerte den Einwand von Stadtrat Martin Schaber, wonach dessen Zukunft nicht gesichert sei. Das Museum befindet sich im Malteserschloss, das Investoren zur Privatschule machen wollen. Diese bekundeten ihren Willen, dass das Museum bleiben kann. Teller zufolge ist der Erhalt des Museums zwar grundsätzlich im städtebaulichen Vertrag zwischen Stadt und den Investoren festgehalten. "Die Umsetzung ist jedoch mit großen Fragezeichen verknüpft, denn der jetzige Standort ist nur bedingt geeignet." Ein Anspruch, nötige Arbeiten einzuleiten oder das Museum woanders im Schloss unterzubringen, bestünde nicht. "Der Fortbestand hängt weitgehend vom Entgegenkommen des Vertragspartners ab, mit dem wir seit Längerem das Gespräch suchen", so die Vorsitzende.

Gleichzeitig widerspricht der Vorsitzende der Bürgerinitiative Malteserschloss Rupps und Höflers Aussage, wonach alle Vorstandsmitglieder der Gesellschaft auch BI-Mitglieder seien. "Das entspricht nicht den Tatsachen", so Zsolt Pekker. Nur zwei der elf Vorstandsmitglieder seien in der BI. Die Gesellschaft sei seit 2019 als Körperschaft BI-Mitglied.