Hochwasserschutz hat für Welmlingen Priorität

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Sa, 11. September 2021

Efringen-Kirchen

Ortschaftsrat meldet Haushaltsmittel für 2022 an.

Der Ortschaftsrat Welmlingen hat sich am Mittwochabend auf Mittelanmeldungen für die kommenden Haushaltsberatungen verständigt. Oberste Priorität hat für den Ortschaftsrat dabei Hochwasserschutz, wie Ortsvorsteher Richard Ludin auf Nachfrage aus der Sitzung berichtet.

2016 war Welmlingen bei einem Starkregen von Hochwasser betroffen, das von Feld und Wald kam, erinnert Ludin. Klar sei unter anderem, dass im Bereich Egringer Weg/Mühlenweg unter die Abläufe für Regenwasser vergrößert werden müssen. Entsprechende Planungskosten seien im Haushalt 2021 enthalten. Für die Gemeindeverwaltung habe aber das Regenüberlaufbecken für Huttingen und Wintersweiler Priorität, weil dieses die Voraussetzung für die Genehmigung von Baugebieten ist. In diesem Jahr würden die Maßnahmen wohl nicht mehr umgesetzt, meint Ludin, dies müsse aber auf jeden Fall im nächsten Jahr geschehen. Zudem sei der Lettenbach verlandet, daher werde dieser Ende September ausgebaggert. Dies reiche aber nicht aus, meint Ludin, weshalb man auch weiter nördlich außerhalb des Dorfes Maßnahmen treffen müsse, um die Fließgeschwindigkeit des Gewässers zu verringern, was im Rahmen des Erol-Projekts auch vorgeschlagen worden sei.

Zudem würde das Gremium an der Ecke Schulstraße/Blauenblick gerne eine Spiegel anbringen lassen, um die Verkehrssituation zu entschärfen, wo es in letzter Zeit häufiger beinahe zu Zusammenstößen gekommen sei. Ebenfalls auf dem Welmlinger Wunschzettel steht die Sanierung der Außenfassade des Rathauses, ein Kostenvoranschlag beziffert die Kosten dafür auf rund 25 000 Euro.

Der Ortschaftsrat schlägt vor, 2022 zunächst mit der Sanierung der stark sanierungsbedürftigen Außenfassade zu beginnen, 2023 Türen, Fenster und Fensterläden sowie 2024 die übrigen Fassaden zu renovieren. Dingend müsse außerdem das undichte Dach des Bushaltestellenhäuschens beim Gasthaus Hirschen instandgesetzt werde. Den Aufwand schätzt der Ortsvorsteher als relativ gering ein, möglicherweise könne dies auch vom Bauhof der Gemeinde übernommen werden. Der Hochwasserschutz, die nördliche Rathausfassade und die Dachreparatur hätten für das Gremium erste Priorität, sagt Ludin. Darüber hinaus meldet der Rat die Sanierung drei Straßen- und Wegesanierungen an. Dringend instandgesetzt werden müssten die Alte Poststraße (auf dem Abschnitt bis zur Grünschnittannahmestelle), der Kirchberg-Feldweg (vom Fasnachtsfeuerplatz zur Kirschenanlage) sowie der Teerbelag auf der Brücke über den Engebach. Letzterer verflüssige sich bei hohen Temperaturen, so Ludin.