Gut gewappnet für den Winterdienst

Stefan Pichler

Von Stefan Pichler

Sa, 09. November 2019

Höchenschwand

Der Bauhof Höchenschwand hat sich schon seit Wochen auf den ersten Schnee des Jahres vorbereitet.

HÖCHENSCHWAND. Der Winter hat am gestrigen Freitag in Höchenschwand Einzug gehalten. Überrascht wurde davon im "Dorf am Himmel" niemand. In den privaten Haushalten waren bereits in den vergangenen Tagen die Schneefräsen, Schneeschaufeln und Salzvorräte überprüft worden. Aber auch die Gemeinde war nicht untätig und hat sich auf den Winterdienst vorbereitet.

In der sogenannten "Phase eins" waren in den vergangenen drei Wochen die Mitarbeiter des Bauhofes damit beschäftigt, die Straßen im Kernort Höchenschwand und in den Ortsteilen mit sogenannten Schneezielern zu markieren. "Das erleichtere das Erkennen der Straßenverläufe beim Einsatz mit den großen Räumfahrzeugen", erzählt der Leiter des Bauhofes, Dominik Kaiser. Hunderte von Pfählen mussten dafür eingeschlagen werden.

Zum Zuständigkeitsbereich der Gemeinde gehören neben allen Dorfstraßen auch verschiedene Gemeindeverbindungswege, wie etwa das lange Teilstück von Ober- nach Unterweschnegg. "Was viele nicht wissen, es fällt auch die Taubachstraße, eine Verbindungsstraße von der B 500 zum Kraftwerk Schwarzabruck, zum größten Teil in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde", sagt Kaiser.

Mussten früher die Pfähle von Hand eingetrieben werden, übernimmt diese schweißtreibende Arbeit heute eine Motorramme als Anbau am gemeindeeigenen Unimog. Ärgerlich für die Bauhofmitarbeiter sei, dass schon wieder die ersten Pfähle herausgerissen oder abgebrochen worden sind. "Wir müssen diese Pfähle anspitzen und neu einschlagen oder teilweise ganz ersetzen. Diese zusätzlichen Arbeiten binden Kräfte des Bauhofes und bedeuten unnötige Ausgaben für den Gemeindehaushalt. Der Bürgermeister wird dieses unsinnige Verhalten im nächsten Mitteilungsblatt kritisch ansprechen", sagt Kaiser.

Zu den vorbereitenden Arbeiten gehört auch das Montieren der Salzstreuer und der Fräsen am Unimog und den beiden Kommunalfahrzeugen. Auch werden die Schneepflüge bereitgehalten. "Wir können bei der Schneeräumung im Wechsel die Pflüge oder die Fräsen einsetzen", erklärt der Bauhofleiter. Im Winterdienst unterstützen wie im vergangenen Jahr wieder drei Dienstleister in den Ortsteilen.

Zu den Vorbereitungsarbeiten zählt auch das Bestücken des Skilifts mit Seil und Bügel und die Beschilderung der Winterwanderwege und Loipen. "Bis jetzt waren ja die Landwirte damit beschäftigt, Gülle auf die Felder auszubringen. Nun sind diese Arbeiten aber abgeschlossen und wir können damit anfangen, die Wegweisungen für die Wanderwege und die Laufrichtungen für die unterschiedlichen Loipen auf dem Höchenschwanderberg einzuschlagen", sagt Kaiser.

Die nächsten Monate werden anstrengend für die Bauhofmitarbeiter, denn der Wintereinsatz bedeutet für sie, früh aufzustehen. "Zeitlich versetzt werden für die Schneeräumung fünf Mitarbeiter des Bauhofes eingesetzt. Das erste Fahrzeug beginnt schon um vier Uhr morgens mit der Schneeräumung.

Die sogenannten "Handräumer" haben als letzte um sieben Uhr Dienstbeginn. Sie werden die Zugänge zur Kindertagesstätte und zur Schule, aber auch die Treppe zur Kirche freizuschaufeln", gibt Kaiser Einblicke in die Abläufe beim Bauhof.