Sturmtief Sabine

Höchste Unwetterwarnstufe für Teile des Schwarzwaldes

BZ-Redaktion & dpa

Von BZ-Redaktion & dpa

So, 09. Februar 2020 um 10:31 Uhr

Südwest

Orkan "Sabine" erreicht den Südwesten. Am Feldberg und auf den Schwarzwaldgipfeln ist im Tagesverlauf mit orkanartigen Böen zu rechnen. Ab 22 Uhr sind auch Niederungen betroffen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands die zweithöchste Unwetterwarnstufe wegen des Sturmtiefs "Sabine" herausgegeben. "Es wird jetzt langsam stärker", sagte Michael Hagen vom DWD in Offenbach am Sonntag. In Teilen des Schwarzwaldes gelte sogar die höchste der insgesamt vier Warnstufen.

Im Tagesverlauf entwickelt sich der zunächst schwache Südwestwind zu starken, stürmischen Böen. Im höheren Bergland ist den Meteorologen zufolge dann mit Sturmböen zu rechnen, auf den Schwarzwaldgipfeln mit orkanartige Böen, am Feldberg mit Orkanböen. "Ab 22 Uhr haben wir es dann auch in den Niederungen mit einer Unwetterrelevanz zu tun", sagte ein Sprecher des DWD.

Die stärksten Böen ab 4 Uhr

In der Nacht zum Montag soll sich die Lage zuspitzen: Starker bis stürmischer Wind aus Südwest, ab den frühen Morgenstunden möglicherweise orkanartige Böen auch in den Niederungen mit einer Windstärke bis zu 120 Kilometern pro Stunde. Die stärksten Böen werden zwischen 4 und 5 Uhr und von 10 bis 12 Uhr am Montag erwartet: "Vor allem dann muss mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden", so der Sprecher.

Das Sturmtief werde die ganze Nacht von Norden nach Süden durch das Land ziehen. Auf den Straßen sei dann Vorsicht geboten. Es könnten Äste herabstürzen oder auch Ziegel. Begleitet wird der befürchtete Orkan laut DWD vielerorts von heftigen Schauern und Gewittern.

Die Feuerwehr Freiburg bittet darum, sich am Sonntagnachmittag und Montag nicht unnötigerweise im Freien aufzuhalten.

"Sabine" ist nach DWD-Definition ein Winterorkan, wie er etwa alle zwei Jahre vorkommt. So stark wie "Kyrill" (2007) oder "Lothar" (1999) werde "Sabine" allerdings nicht.