AfD im Gemeinderat

Hohle Wortakrobatik ohne Aussagekraft

Gerda Liebner von den "Omas

Von Gerda Liebner von den "Omas

Do, 26. März 2020

Leserbriefe Freiburg

Zum Bericht "AfD sorgt für Konfusion – Gemeinderat stimmt für Umbenennung von Straßen" (BZ vom 3. März).

Ich kann schon nachvollziehen, dass die Herren Dr. Huber und Mandic über ihrem bisherigen Wirkungsgrad im Freiburger Gemeinderat gefrustet sind. Mussten sie doch Sitzung für Sitzung erleben, dass ihre sogenannten Argumente enttarnt wurden als hohle Wortakrobatik ohne Aussagekraft.

Vermutlich gefielen ihnen die lachenden AfD-Gesichter von Höcke unter anderem nach dem Thüringer Wahldebakel. Das, was sich die beiden Herrn nun zu ihrem Amüsement im Gemeinderat einfallen ließen, ist peinlich und ärgerlich: Die demokratischen Gemeinderäte sahen sich gezwungen, über drei Anträge, deren Erfolg von vorneherein feststand, wie Herr Dr. Huber süffisant bemerkte, insgesamt neunmal abzustimmen.

Die entsprechenden AfD-Anträge waren rechtlich gültig, so zum Beispiel der Antrag, die Hindenburgstraße, benannt nach dem damaligen Reichspräsidenten in "Hindenburgstraße – "benannt nach Zeppelin LZ 129 ,Hindenburg’" (gemeint ist das Luftschiff) umzubennen.

Nun ja, vielleicht führt ja kein Weg am gelegentlichen Amüsement der beiden AfDler vorbei. Tragen wir es mit Fassung, solange ihre politische Wirksamkeit zumindest im Freiburger Gemeinderat gleich Null ist. Und solange dank der professionellen Leitung durch Oberbürgermeister Horn und der großartigen Kommunikationsdisziplin der demokratischen Gemeinderäte solche unsäglichen Wortgefechte (Hahnenkämpfe), wie sie im Landtag und im Bundestag immer wieder stattfinden, verhindert werden.

Gerda Liebner von den "Omas gegen Rechts", Merzhausen