Hommage an den Dorfheiligen

Paul Berger

Von Paul Berger

Di, 21. Januar 2020

Zell im Wiesental

Beim Antoni-Konzert zeigt die Feuerwehrmusik Mambach wieder einmal ein gut abgemischtes und gespieltes Programm.

ZELL-MAMBACH. "Antoni", wie der Festtag zu Ehren des Kirchen- und Dorfpatrons in Mambach von vielen liebevoll genannt wird, ist ein ganz besonderer Festtag. Zu Ehren ihres geschätzten und verehrten Heiligen überraschen die Feuerwehrmusikanten ihr Publikum immer wieder aufs Neue mit großartigen und, wie die Besucher auch am Samstagabend in der bis auf den letzten Platz gefüllten Festhalle in Atzenbach erleben durften, mit glanzvollen Konzerten.

So auch in diesem Jahr. "Für uns Musiker ist Antoni so etwas wie ein Trennstrich zwischen dem alten und dem Neuen Jahr", machte Vorsitzender Andreas Hierholzer in seinen Begrüßungsworten deutlich. Neben kirchlich und politisch Prominenten konnte Hierholzer auch eine Abordnung von der seit langem befreundeten Feldmusik aus Luthern in der Schweiz begrüßen. Vor allem gespannt war man auf das, was Sergiu Grigorescu und seine Musiker in wochenlangen Proben an musikalischen Überraschungen vorbereitet hatten und von den beiden jungen Ansagerinnen Lisa und Sarah Weber galant angekündigt wurde.

Mit den feschen Klängen des Marschliedes "Allgäu Land", einer musikalischen Hommage des bekannten Komponisten und Musikschaffenden Kurt Gäble an seine Heimat, zeigte Sergiu Grigorescu gleich zu Beginn des gelungenen Konzertes, wohin die musikalische Reise führt. Ebenso ansprechend wie klangvoll ging es dann in den Süden, genauer gesagt nach Spanien, dem Land mit viel Wärme und, wie könnte es anders sein, jeder Menge Sonne.

In "Castles in Spain" erwärmte diese rasch auch das begeisterte Publikum. In vier zauberhaften und anmutigen Variationen beschrieben Sergiu Grigorescu und sein Orchester darin die schönsten Burgen und Schlösser dieses wunderbaren Landes, bevor man die Besucher anschließend nach Afrika entführte. Der Toto-Hit "Africa" beschreibt die Liebe, aber auch die weitgehend fremdartige Kultur dieses gigantischen Kontinents, was besonders durch den Wechsel der verschiedenen Instrumente, insbesondere des Schlagwerks, deutlich zum Ausdruck kam.

Zurück in Europa überraschten die Feuerwehrmusikanten ihre Gäste dann mit "O Vitinho", einem der schönsten Märsche Portugals mit einem völlig neuen und vor allem beschwingten Marschtypus. Die eigenen Fantasien, gepaart mit aufregenden Abenteuern, aber auch durchzogen von Romanzen und Liebe, meisterlich geschaffen von dem Schopfheimer Musiker und Komponisten Markus Götz in seiner Komposition "Adventure", begeisterten die Besucher ebenso wie das munter und lebhaft dargebrachte "Dankeschön-Medley" an den unvergessenen Musik- und Tonschöpfer Bert Kaempfert.

Seine beliebten Melodien, wie sie in "Spanish Eyes", "A Swinging Safari" und "Afrikaan Beat" an diesem Abend schwungvoll erklangen, sind vielen noch immer unvergessen. Nach den eher langsam und gemächlich klingenden Melodien von "Despacito" ließen es Sergiu Grigorescu und seine Musiker mit ihrem stimmungsvollen "Marsch-Konfetti" und den rasch wechselnden Requisiten so richtig krachen, was gleichzeitig deutlich machte, dass es nicht mehr weit hin ist bis zur "närrischen Zeit".