Naturalie

Honig ist voller Antioxidantien

Claudia Füßler

Von Claudia Füßler

Sa, 01. Mai 2021 um 18:41 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Man nehme Fructose, Glukose und Wasser, füge ein paar weitere Zuckerarten, Enzyme, Pollen, Mineral-, Farb- und Aromastoffe hinzu – fertig ist der Honig.

Diese dickflüssige bis fest-kristalline Substanz essen wir sehr gern, der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund einem Kilogramm pro Jahr. Diesen Bedarf können die deutschen Imker nicht decken: Deutschland ist der größte Importeur von Honig in der Europäischen Union.

Geschmack, Aussehen und Farbe von Honig sind so vielfältig wie die Blüten, aus denen sich die Honigbienen bedienen. Daher variieren auch die Inhaltsstoffe stark.

Es gibt Honige, die enthalten besonders viel Vitamin C, andere wirken aufgrund bestimmter Enzyme besonders stark antibakteriell und entzündungshemmend. Solcherlei Wirkungen sind bisher allerdings nur für die äußere Anwendung von Honig belegt.
Erklär’s mir: Wie machen Bienen Honig?

Auch wenn es sich um ein völlig naturbelassenes Lebensmittel handelt: Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist Honig kaum gesünder als Zucker. Die enthaltenen Nährstoffe sind mengenmäßig gering. Immerhin: Honig enthält viele Antioxidantien, die unsere Zellen schützen können. Vor allem Rohhonige aus Mittel- und Südamerika können auch krebsauslösende Substanzen enthalten, sogenannte Pyrrolizidinalkaloide, die aus Blütenpflanzen stammen.

Übrigens: Wald- und Tannenhonig entsteht nicht aus Blütennektar, sondern aus den Ausscheidungen von Pflanzenläusen, dem sogenannten Honigtau.