Bezirksliga

Husarenritt im Hanauerland: FSV Seelbach siegt mit 4:0 beim VfR Willstätt

Uwe Schwerer und Benedikt Hecht

Von Uwe Schwerer & Benedikt Hecht

So, 11. Oktober 2020 um 20:00 Uhr

Bezirksliga Ortenau

Der in Willstätt siegreiche FSV Seelbach macht sich mit Macht daran, seinen Anspruch auf einen Platz an der Spitze der Bezirksliga zu untermauern. Allerdings bietet die Tabellen ein schiefes Bild.

Drei Begegnung des Wochenendes wurden in dieser Spielklasse abgesagt – wegen der Pandemie. Einen corona-bedingten Ausfall verzeichnete die Kreisliga A Süd, in der sich die SG Nonnenweier-Allmannsweier als Primus präsentiert.

Mit 4:0 siegten die Seelbacher am Sonntag im Hanauerland und festigten damit Platz eins, wobei besonders die Deutlichkeit des Erfolges gegen den VfR Willstätt auffiel. FSV-Trainer Markus Höpfner stellte fest: "Wir haben einen richtig guten Auftritt in der ersten Halbzeit geboten, Willstätt hat sehr früh, in der 13. Minute bereits eine gelb-rote Karte bekommen, was uns natürlich in die Karten gespielt hat. Danach haben wir recht gut gespielt, wobei Willstätt in der zweiten Halbzeit trotz Unterzahl fast ebenbürtig war. Eigentlich haben wir versäumt, noch mehr Tore zu schießen."

Nachgelegt hat der SV Rust nach dem 3:0-Erfolg vergangene Woche beim SV Oberschopfheim zur Freude seines Trainers Florian Ey. 4:1 setzte sich seine Mannschaft gegen den SV Haslach durch. "Über 90 Minuten haben wir eine tolle Mannschaftsleistung geboten und das Ergebnis geht auch von der Höhe vollkommen in Ordnung", stellte Ey fest. Zahlreiche Torchancen erarbeiteten sich die Ruster, hielten sich an die von Ey vorgegebene Marschroute. Entscheiden war diesmal, dass sich die Ruster für den betriebenen Aufwand auch mit Punkten belohnen konnten. "Wir waren effektiv vorm Tor, und die Jungs sehen jetzt, dass sich der ganze Aufwand lohnt", zollte Ey seinem Team Lob.

Reichlich Tore gab es in Ichenheim, wo die frisch gezimmerte SG Ichenheim-Altenheim mit 3:4 gegen den VfR Hornberg den Kürzeren zog. SG-Trainer Christian Thau bemängelte nach der Niederlage die leichten Fehler, die seiner Mannschaft unterlaufen waren: "Wir schießen drei Tore, kassieren aber vier. In der Abwehr leisten wir uns immer wieder unnötige Unkonzentriertheiten". Die vielen verletzungsbedingten Absenzen wollte Thau nicht als Ausrede gelten lassen. "Derzeit können wir froh sein, dass wir uns zu einer SG zusammengeschlossen haben, so stehen genügend Spieler zur Verfügung." In den kommenden Wochen gelte es erneut, das Augenmerk auf die Defensive zu richten. "In der Offensive funktioniert es ja, doch hinten müssen wir endlich mal dagegen halten, sonst wird es ganz schwierig".

In der Südstaffel der Kreisliga A trafen sich der SC Orschweier und der SV Steinach am Samstag zum Spitzenspiel und teilten nach dem 1:1 die Punkte. SCO-Coach Markus Eichhorn befand: "Das Ergebnis war gerecht. Beide Mannschaften gingen das Spiel mit sehr viel Respekt an, viele Aktionen verliefen im Mittelfeld, die beiden Abwehrreihen waren stark. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas zugelegt und uns die Mehrzahl an Chancen erspielt. Nach der verdienten 1:0-Führung aber haben wir es versäumt, nachzulegen. So hat Steinach, das durch Standards stets gefährlich ist, nach einer solchen Situation ausgeglichen. Gegen Schluss haben wir das 1:1 verwaltet. Beide Teams durften mit dem Ergebnis zufrieden sein." Wegen dieses Remis schob sich die SG Nonnenweier-Alllmannsweier, welche sich in Schapbach mit 2:1 durchsetzte, auf den Spitzenrang. Alle drei Topteams der Südstaffel sind nach sieben Partien noch ohne Niederlage.

Abgebrochen wurde die Partie zwischen dem SV Grafenhausen und dem SV Oberweier beim Stande von 0:0. Am Rande des Spielfeldes soll es zu Tumulten gekommen sein. Am Abend wollten sich die beiden Vereine dazu noch nicht äußern. Im Laufe des Montags soll es eine gemeinsame Stellungnahme der Clubs zu den Vorkommnissen geben.