"Ich wollte schon immer mit dabei sein"

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Sa, 16. Juni 2018

Zisch-Texte

ZISCH-INTERVIEW mit Annika Kaspar, dem einzigen Mädchen in der Jugendfeuerwehr Kenzingen.

Zisch-Reporterin Lisa Kaspar aus der Klasse 4b der Grundschule Kenzingen hat ihre Schwester Annika Kaspar interviewt, die Mitglied der Jugendfeuerwehr Kenzingen ist.

Zisch: Was macht ihr in der Jugendfeuerwehr?
Annika: In der Jugendfeuerwehr lernt man den Umgang mit den Geräten der Feuerwehr. Wir machen Übungen fast wie in der Einsatzabteilung. Jedes Jahr gibt es einen Berufsfeuerwehrtag, der an einem Wochenende stattfindet. Dort erleben wir den Alltag einer Berufsfeuerwehr. Außerdem gibt es einen jährlichen Wettkampf und ein Jugendfeuerwehrzeltlager.
Zisch: Wie oft und wie lange habt ihr Jugendfeuerwehrprobe?
Annika: Wir treffen uns einmal in der Woche für zwei Stunden.
Zisch: Gibt es viele Mädchen in der Jugendfeuerwehr?
Annika: Nein, ich bin bis jetzt das einzige Mädchen. Allerdings gibt es bei der Einsatzabteilung eine Feuerwehrfrau.
Zisch: Du hast vorhin von einem Wettkampf erzählt. Was ist das und kann man dort etwas gewinnen?
Annika: Zunächst müssen wir eine Wettkampfgruppe zusammenbekommen, die besteht aus neun Mitgliedern der Jugendfeuerwehr. Vor einer Schiedsrichterkammer müssen wir dann fünf verschiedene Übungen ablegen. Das sind ein Löschangriff, eine Schnelligkeitsübung, ein Staffellauf, Kugelstoßen sowie die Beantwortung von theoretischen Fragen. Bei dem Wettkampf kann man die Leistungsspange erringen sowie zusätzlich einen Pokal. Im Jahr 2017 haben wir den ersten Platz der Kreisjugendfeuerwehr des Landkreises Emmendingen errungen.
Zisch: Ab welchem Alter darf man in die Jugendfeuerwehr?
Annika: Um Mitglied in der Jugendfeuerwehr Kenzingen zu werden, muss man zehn Jahre alt sein.
Zisch: Wie bist du und warum bist du zur Jugendfeuerwehr gekommen?
Annika: Mein Papa, mein Opa, mein Patenonkel und mein Cousin sind in der Feuerwehr, daher habe ich von klein auf immer viel vom Feuerwehrgeschehen mitbekommen und wollte auch immer in die Feuerwehr. Ich konnte es kaum erwarten, in die Jugendfeuerwehr zu kommen. Als ich dann endlich zehn Jahre alt war, war es so weit!