Ideen für Freizeitgelände

Reinhard Cremer

Von Reinhard Cremer

Di, 28. Juli 2020

Fischingen

Arbeitsgruppe stellt im Rat ihren Entwurf für einen Sportpark vor / Einwohner sollen mitreden.

. Ein Sport- und Freizeitpark für viele Zwecke auf dem jetzigen Bolzplatz an der Westseite des Dorfs? Das klingt gut. Die Gemeinderäte Michael Becherer und Jochen Bürgin, die beide zusammen die Gemeinderatsarbeitsgruppe Jugendarbeit bilden, haben sich Gedanken gemacht und legten ein Konzept für eine Gestaltung vor. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellten sie den Entwurf vor. Kritisch gesehen wurde da vor allem die noch offene Frage der Finanzierung.

Angelegt werden soll nach Vorstellung der beiden Planer der Sportpark auf dem Gelände des jetzigen Bolzplatzes gegen über dem Feuerwehrgerätehaus an der Schulstraße. Becherer und Bürgin betonten, dass es sich um einen allerersten Entwurf handele und man sich noch am Anfang der Ideenfindung, in die auch die Einwohner des Dorfes miteinbezogen werden sollen, befinde. Nichts sei "in Stein gemeißelt". Zunächst gehe es erst einmal um Klärung der Bedürfnisse von Kindern, Erwachsenen und Familien.

Kernstück eines solchen Sportparks soll ein so genannter "Multifunktionsplatz" werden, auf dem das Ausüben verschiedener Sportarten wie Fußball, Handball, Badminton, Basketball, Volleyball und anderer mehr möglich sein soll. Hier schloss sich gleich die Frage an, mit welcher Art Belag der Platz ausgestattet werden soll. Ein Betonboden komme allein schon aus Lärmgründen nicht infrage, bestätigten auch die beiden Planer. Des Weiteren soll die Anlage eine Laufbahn und fest montierte Fitnessgeräte ("Calisthenics") enthalten. Auch an eine Grillstelle, verbunden mit einem Pavillon mit Sitzgelegenheiten, ist gedacht. Ob dies unter Umständen, wie im Ratsrund eingewandt wurde, zu missbräuchlicher Nutzung führen könne, müsse beobachtet werden, meinte Bürgin.

Kosten der Anlage werden auf 90 000 Euro geschätzt

Bedenkliche Mienen auf Seiten des Gemeinderates riefen denn auch die Kosten für den Multifunktionsplatz hervor, die sich nach ersten Schätzungen in der geplanten Form auf über 90 000 Euro belaufen. Bürgermeister Axel Moick hoffte, dass es noch Lösungen gebe, die keine ganz so ausgefeilte (und daher kostenträchtige) Gestaltung vorsehen, sondern ein Zwischending zwischen dem Entwurf und dem derzeitigen, einfachen Platz. Auch Gemeinderätin Anke Hollnagel sah die Größenordnung etwas kritisch. "Für eine solch große Investition muss die Zustimmung der Bevölkerung eingeholt werden", stimmte sie dem Bürgermeister zu. Die Möglichkeit eventueller Förderungsmittel soll im weiteren Verlauf der Planung noch geprüft werden.

Becherer und Bürgin werden auf jeden Fall am Ball bleiben. Man wolle jedoch die Umfragen "nicht zu weit ausdehnen, denn dann saufen wir in der Menge des Inputs ab", befürchteten sie.