Häppchen

5 Fakten über Absinth

Michael Heilemann

Von Michael Heilemann

Di, 27. Oktober 2020 um 15:23 Uhr

Panorama

Absinth, das Lieblingsgetränk der Bohème, war lange Jahre verboten. Heute erlebt der Hochprozenter in den Bars eine kleine Renaissance.

Absinth




» Eigentlich ist Absinth ein Arme-Leute-Schnaps aus Wermut, Anis und Fenchel. Doch die "Grüne Fee" verzauberte auch die Bohème, Schriftsteller wie Baudelaire oder Maler wie Picasso. In der Armee Frankreichs galt Absinth als Mutmacher und Mittel gegen Fieber.

Das ätherische Öl des Wermut enthält das Nervengift Thujon, weshalb Absinth zunehmend in Verruf geriet. Die Konzentration ist allerdings gering.

» Weil die Absinthsucht um sich griff und zu großem menschlichen Elend führte, wurde der Hochprozenter –Alkoholgehalt bis 80 Prozent – Anfang des 20. Jahrhunderts in vielen Ländern Europas verboten. In der Schweiz hatte das Verbot sogar Verfassungsrang.

In Deutschland ist Absinth seit Ende der 1980er Jahre wieder erlaubt, in der Schweiz seit 1999, in Frankreich erst seit 2011. In den Bars erlebt der Kräuterbitter heute eine kleine Renaissance. Man trinkt ihn verdünnt mit Wasser und gibt Zucker dazu.