Impressionen im alten Kuhstall entdecken

Benedikt Sommer

Von Benedikt Sommer

Di, 19. Januar 2021

Reute

Eine Fensterausstellung im Reuter Försterhaus zeigt Beiträge des gefördertes Museumsprojekts, das Kinder stark machen soll.

. Eine Fensterausstellung können derzeit Spaziergänger am ehemaligen Kuhstall im Försterhaus entdecken. Ausgestellt werden Impressionen aus dem vom Bund geförderten Museumsprojekt für Kinder der Gemeinde. Dieses soll sobald als möglich fortgeführt werden.

Die Freude war groß, als im Herbst vergangenen Jahres bekannt wurde, dass die Gemeinde 10 000 Euro aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums für ein Museumsprojekt mit Kindern unter dem Motto "Museum macht stark" erhält. Der Auftakt der von Sarah Spieler, Lisa Waldmann und den Mitgliedern des Försterhaus-Vereins organisierten Aktion war vielversprechend (die BZ berichtete).

Dann kam jedoch der zweite Lockdown und damit das vorläufige Aus. "Wir haben zwar den Kontakt zu den Kindern per E-Mail und Post gehalten, seit Oktober konnten wir aber keinen Workshop mehr vor Ort durchführen", sagt Sarah Spieler. Dennoch sei bislang noch kein Kind abgesprungen, so die ehemalige Jugendreferentin der Gemeinde. Als kleines Lebenszeichen soll nun die Ausstellung Mut machen und zugleich Neugierige über die bisherigen Aktionen informieren. Am ursprünglichen Konzept soll weitgehend festgehalten werden. "Sobald es die Pandemie zulässt, möchten wir die Veranstaltungen wieder aufnehmen", so Spieler, notfalls in Kleingruppen. Der nächste Themenschwerpunkt lautet "Spielen – früher und heute". Kinder sollen ihr Lieblingsspielzeug mitbringen und außerdem im familiären Umfeld nach Spielen der Eltern oder Großeltern forschen.

Mit Reif und Kreisel und Monopoly

Ergänzt wird das Ganze mit historischem Spielzeug – vom Reif und Kreisel bis zu alten Monopoly-Varianten aus dem Museumsbestand. Spielers Mitstreiter Johannes Siegel hilft darüber hinaus beim Bau des eigenen Holzspielzeugs.

Bis dahin bleibe aber leider nur das Internet, sagt Sarah Spieler. Am vergangenen Wochenende fand daher der erste Workshop online statt. Thema war "Art in a box", also die Gestaltung eines Minimuseums aus Fundstücken in einer Pappschachtel.