Krankenhaus-Ausbruch

Zehn weitere Corona-Fälle in der Kreisklinik Rheinfelden

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 14. April 2021 um 08:38 Uhr

Rheinfelden

In der vergangene Woche wurden sechs Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen in der Kreisklinik Rheinfelden entdeckt. Nach Umfangreichen Tests steht fest: Der Ausbruch ist größer. Jetzt gibt es 16 Infizierte.

Nach einem gehäuften Auftreten positiver Covid-Befunde im Kreiskrankenhaus Rheinfelden haben die Kreiskliniken umfangreich getestet. Laut einer Mitteilung der Kliniken wurden bislang insgesamt acht Patienten und acht Mitarbeitende mit Covid-positivem Befund ermittelt. Weitere Testungen sollen folgen.

Fünf Patienten und fünf Mitarbeitende sind betroffen

Die Kliniken hatten die zunächst festgestellten positiven Befunde als unabhängig voneinander eingestuft. Dennoch hätten sie "vorsorglich und schnell" weitreichende Maßnahmen eingeleitet. Es seien umfangreiche Testungen durchgeführt und die betroffenen Patienten umgehend auf die Isolierstation verlegt worden. Die Station Adelberg, auf der die ersten drei Patientenfälle aufgetreten waren, habe mit sofortiger Wirkung keine neuen Patienten mehr aufgenommen.

Durch die weiteren Tests seien bislang fünf Patienten und fünf Mitarbeitende positiv getestet worden. Damit erhöht sich Zahl der insgesamt betroffenen Patienten und Mitarbeitenden auf jeweils acht. Sechs der Patienten hätten sich auf der Station Adelberg befunden, so dass die Infektionen hier als Ausbruch gewertet werden könne, teilen die Kreiskliniken mit.

Zusammenhänge seien unwahrscheinlich

Dass Zusammenhänge zwischen den weiteren Infektionen bestehen, lasse sich nicht ausschließen, scheine jedoch aufgrund der Hygienemaßnahmen und nach Rekonstruktion der Kontakte untereinander nicht wahrscheinlich. Eine der positiv getesteten, asymptomatischen Personen sei zur palliativen Betreuung ins Krankenhaus gebracht worden und inzwischen dort verstorben.

Die Maßnahmen seien mit dem Gesundheitsamt abgestimmt worden, welches das Ausbruchsgeschehen eng betreue. Weitere Testungen bei Patienten und Mitarbeitenden seien angeordnet worden, auch würden sämtliche Patienten weiterhin sehr sorgfältig auf eventuelle Krankheitssymptome im Zusammenhang mit Covid-19 beobachtet, heißt es in der Pressemitteilung.
Hintergrund: Ein Arzt kritisiert die Teststrategie der Lörracher Kreiskliniken: Sie habe zu Todesfällen in den Häusern geführt. Die Klinik will nichts ändern. Die Tests seien nur ein Baustein des Corona-Schutzkonzeptes.