In der Vorrunde ungeschlagen bleiben

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Von tmm

Di, 14. September 2021

Südbadenliga

Südbadenliga-Handballerinnen des TuS Ottenheim starten mit neuem Trainerduo in die Saison / Kader überall doppelt besetzt.

Ottenheims Südbadenliga-Frauen werden in der neuen Handball-Saison von einem Trainer-Duo auf der Bank betreut. Tobias Buchholz erhält Unterstützung durch Marco Barbon, mit dem ihn seit Jahren ein besonderes Verhältnis verbindet. "Er war einst mein Mentor in Hofweier, jetzt arbeiten wir als Team auf Augenhöhe. Das Team ist breiter aufgestellt, unsere Zusammenarbeit bringt beiden neue Impulse. Ich kann von Marco noch einiges lernen, er hat dafür noch nie im Frauen-Bereich gecoacht. Das wird eine spannende und fruchtbare Arbeit", ist Buchholz überzeugt.

Ab 2. Oktober beginnt für die TuS-Frauen eine Saison mit ambitionierten Zielen. "Der Kader ist auf jeder Position doppelt besetzt. Wenn man sich das betrachtet, ist es schon eine Verpflichtung, sich mit der Qualität ehrgeizige Ziele zu setzen", sagt Buchholz. Unter anderem konnte Kim Schmitt von Zweitligaabsteiger HSG Freiburg verpflichtet werden. "Kim hat dort vor allem verletzungsbedingt ein nicht einfaches Jahr gehabt. Sie suchte nach einer neuen Möglichkeit, die gute Vernetzung mit einigen unserer Spielerinnen hat dann den Ausschlag gegeben", sagt Buchholz. In der Vorbereitung zeigte Schmitt bereits deutlich mehr Selbstvertrauen, sie könnte einer der Pfeiler im TuS-Team werden.

Zurück ins Ried kommt ab Oktober Torfrau Jule Frenk nach studienbedingter Pause, während sich Luisa Bing über starke Leistungen in der Vorbereitung für den Kader der Frauen I empfahl. Saskia Gehrlein ist derzeit noch verletzt, soll ebenfalls aber ab Oktober wieder mitwirken. Und zum Joker in der Ottenheimer Mannschaft könnte sich Tatjana Baumann (nach Baby-Pause) entwickeln. Routiniert, aber ungebrochen ehrgeizig präsentiere sie sich in der Vorbereitung, lässt Buchholz anklingen. Getrübt wurde die ansonsten positive Stimmung durch die langwierige Verletzung Philin Webers, deren Kreuzband riss.

Begeistert zeigte sich das Trainer-Team vom Level an Grundfitness, den ihre Mannschaft zunächst über digitale Einheiten im Lockdown, danach seit Anfang Juni in der Halle präsentierten. Rückstände, was die handballspezifischen Belange betrafen, konnten recht schnell aufgearbeitet werden. Angestrebt werde eine weiter enge Vernetzung mit der Zweiten, die zukünftig noch stärker zum Unterbau aufgebaut werden soll. Taktisch planen Buchholz/Barbon insbesondere Detailarbeit, gerade defensiv wurden neue Varianten eingeübt. Mit dem Verlauf der Vorbereitungswochen inklusive Testspiele waren die Trainer angetan. "Wie die Mannschaft trotz der zwischenzeitlich sehr langen Pause mitzieht, welche Motivation die Spielerinnen bringen, das begeistert uns", hebt Tobias Buchholz heraus. Das müsse aber auch so sein, denn die eigenen Ziele sind wie eingangs erwähnt ambitioniert.

"Wir wollen versuchen, in der Vorrunde möglichst kein Spiel zu verlieren", so Buchholz. Worte, die dem TuS im Fall der Fälle auch um die Ohren fliegen könnten. "Das wissen wir genau, wollen es aber von Spiel zu Spiel versuchen und uns auch daran messen lassen", betont der TuS-Coach. Er schätzt die nicht weniger ambitioniert startende HSG Freiburg II als Hauptkonkurrent ein. Am 2. Oktober fällt für den TuS der Startschuss, man tritt zunächst bei der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen an.

Zugänge: Kim Schmitt (Red Sparrows Freiburg), Jule Frenk (zurück nach studienbedingter Pause), Luisa Bing (TuS Ottenheim II).
Abgänge: Selina Gehrlein, Franziska Bross, Lena Erny (alle TuS Ottenheim II).