Vorbereitungen

In Günterstal und Horben beginnen Rodungen für Bohrerdamm

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 27. September 2019 um 13:10 Uhr

Günterstal

Zwei Rückhaltebecken im Bohrertal sollen die Freiburger vor Hochwasser schützen. Anfang Oktober beginnt die Stadt Freiburg mit vorbereitenden Maßnahmen für deren Bau.

Vorbereitende Arbeiten für den Bau der Hochwasserrückhaltebecken in Horben und Breitmatte beginnen Anfang Oktober. Die Stadt Freiburg plant dort zwei Hochwasserrückehaltebecken am Bohrerbach, um die Freiburgerinnen und Freiburger vor möglichen Überflutungen zu schützen.

Einer der beiden Standorte befindet sich bei Günterstal auf der Gemarkung der Gemeinde Horben. Dieser Damm südlich von Günterstal wird 280 Meter lang und maximal 13,5 Meter hoch. Am zweiten Standort, Breitmatte in der Wiehre, wird der Damm des bestehenden Rückhaltebeckens erhöht, um das für das Hochwasserschutzziel notwendige Speichervolumen zu erreichen.

Einigung im vergangenen Juli

Gegen den Bohrerdamm hatte es erbitterten Widerstand eines Landwirts gegeben, dessen Land betroffen ist. Im Juli kam es schließlich kurz vor der geplanten Enteignung zu einer Einigung. Nachdem nun, so die Stadt, die Finanzierung und der Grunderwerb gesichert seien, könne das Garten- und Tiefbauamt mit dem Bau der beiden Projekte beginnen. Die vorbereitenden Arbeiten für den Bau beginnen für beide Anfang Oktober. Alle Auflagen zum Arten- und Naturschutz würden bei den Bauarbeiten vollumfänglich berücksichtigt.

Für den Damm Horben stehen demnächst Rodungsarbeiten sowie die Herstellung einer Bachüberfahrt an. Anfang 2020 folgen die eigentlichen Bauarbeiten. Das Durchlassbauwerk soll bis Sommer 2021 errichtet werden. Auch beim Damm Breitmatte sind demnächst die ersten Rodungsarbeiten vorgesehen. Ab Frühsommer 2020 werden dort Leitungen verlegt und der Dammbau begonnen. Im Herbst 2020 werde dann nochmals gerodet, 2022 folgt dort die technische Ausstattung. Die Bauarbeiten sind so geplant, dass beide Projekte zeitgleich im Sommer 2022 fertig gestellt und anschließend in Betrieb genommen werden können.