Hitzewelle

In vielen Urlaubsländern toben heftige Brände

dpa

Von dpa

So, 01. August 2021 um 20:57 Uhr

Panorama

Gluthitze und Brände in den Urlaubsländern am östlichen Mittelmeer, schwere Unwetter weiter nördlich: Unter anderem sind Sizilien und türkische Ferienregion Bodrum betroffen.

In Griechenland, der Türkei und Süditalien haben am Wochenende Tausende Einsatzkräfte bei Temperaturen um 40 Grad Celsius Wald- und Buschbrände bekämpft, in Norditalien und Österreich verursachten heftige Unwetter Schäden und Überschwemmungen.

Auf Sizilien brannte es besonders um die Großstadt Catania – dort waren auch Ferienanlagen betroffen. Bürgermeister Salvatore Pogliese schrieb von "komplett zerstörten" Bereichen im Süden der Stadt. Am Samstag brach zudem der Vulkan Ätna aus, an dessen Fuß die Stadt liegt. Die Eruption begann am Abend und zog sich bis in die Nacht zu Sonntag.

Auch in Griechenland brachen wegen der Trockenheit viele Brände aus. Mehrere Häuser nahe der Kleinstadt Egion wurden zerstört. Die Brände wurden derweil eingedämmt. Zudem dauert die "historische Hitzewelle", von der Meteorologen sprechen, an. Am Sonntag wurden Temperaturen um 45 Grad erwartet. Nachts lagen die Werte vor allem in den Ballungszentren über 30 Grad. Städte öffneten klimatisierte Hallen für die Einwohner, die zu Hause keine Klimaanlage haben.

In der Türkei kämpften Tausende Einsatzkräfte den fünften Tag in Folge gegen Waldbrände. In der Nacht zu Sonntag wurden in der Ferienregion Bodrum mehrere Dörfer evakuiert, wie der Bürgermeister sagte. Die Menschen seien unter anderem mit Booten über das Meer in Sicherheit gebracht worden. Aus einem Vorort Bodrums seien am Samstagabend 100 russische Touristen in Sicherheit gebracht worden, teilte das russische Generalkonsulat in Antalya mit. In der Provinz Antalya wurde am Sonntag ein weiteres Dorf evakuiert, wie der Sender NTV berichtete. Forstminister Bekir Pakdemirli teilte am Sonntag mit, noch fünf von ursprünglich mehr als 100 Bränden seien aktiv. Die Brände haben nach offiziellen Angaben mindestens acht Todesopfer gefordert, Hunderte wurden verletzt.

Ganz anders war die Lage im Alpenraum: Im Norden Italiens sorgten heftige Regenfälle etwa in Südtirol für Überschwemmungen und umgestürzte Bäume. Auch in Österreich richteten Unwetter Schäden an. In der Steiermark nach Murenabgängen Straßen gesperrt. Ursache für die Lage ist das Tief "Ferdinand".