Initiative will Begegnungsort

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 14. Mai 2019

Müllheim

Zukunft des Lindenhofs.

MÜLLHEIM (BZ/hub). Mitglieder der Initiative "Soziale Stadt Müllheim" haben sich an die Rathausspitze gewandt mit dem Anliegen, dass die Stadt bezüglich der zukünftigen Nutzung des Lindenhofs eine aktive Rolle übernehmen soll. In einem Schreiben, das der Badischen Zeitung vorliegt, bitten die Unterzeichner diesbezüglich um einen Gesprächstermin mit Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich. Konkret schwebt der Initiative Soziale Stadt Müllheim die zumindest teilweise Nutzung des Lindenhofs als öffentliche Begegnungsstätte vor. Die Diskussion kommt nun auf, nachdem bekannt wurde, dass die Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim, jetzige Eigentümerin des historischen Gebäudekomplexes, konkret mit dem Gedanken spielt, den Lindenhof zu verkaufen (BZ vom 9. Mai). Der Stadt, die grundsätzliches Interesse an dem Erwerb der Immobilie hätte, fehlt es aber offenbar am nötigen finanziellen Spielraum für einen Kauf.

"Das Anwesen, groß und an prominenter Stelle im Stadtbild gelegen, dazu mit einem schönen beschatteten Innenhof ausgestattet, eignet sich wie kaum ein anderes für die Einrichtung einer sozialen Begegnungsstätte, wie sie in Müllheim seit der Schließung des Blauen Elefanten leider gänzlich fehlt", heißt es in dem Schreiben an die Bürgermeisterin. "Selbst wenn nicht das gesamte Anwesen für diese Zwecke genutzt werden könnte, tut sich hier für die Stadt und das Zusammenleben ihrer Bürger eine geradezu traumhafte Chance auf."

Die Entwicklung eines solchen Bürgertreffs gehört zu den wichtigsten Themen der Initiative Soziale Stadt Müllheim, die ihren ursprünglichen Plan mit einer eigenen Liste bei den Kommunalwahlen anzutreten nicht umsetzen konnte, aber laut eigenem Bekunden weiter kommunalpolitisch aktiv sein möchte. "Die Mitglieder der Initiative haben sich in den vergangenen Monaten darauf verständigt, das Thema ’Einrichtung einer Sozialen Begegnungsstätte’ ganz vorn auf die Arbeitsliste zu setzen. Wir planen die Gründung eines gemeinnützigen Vereins, um diesem Vorhaben mehr Gestalt und Rückhalt zu geben", kündigen die Unterzeichner in ihrem Schreiben an.

Abschließend heißt es: "Wir möchten mit Ihnen als oberster Repräsentantin der Stadt ins Gespräch kommen, damit die praktisch einmalige Chance auf Verwirklichung des genannten Zieles, die sich im Lindenhof ergibt, nicht ungenutzt bleibt. Es wäre aus unserer Sicht jammerschade, wenn im Lindenhof ein privater, an kurzfristiger hoher Rendite orientierter Investor zum Zuge käme – der Belebung der Müllheimer Innenstadt im Interesse ihrer Bürger würde das sicher nicht gut tun.