Investitionen in die Zukunft Oberrieds

Erich Krieger

Von Erich Krieger

Fr, 11. Dezember 2020

Oberried

Millionenschwere Ortskernsanierung ist abgeschlossen / Förderung durch das Land / Endabrechnung steht noch aus.

. Die Gemeinde Oberried wurde 2007 mit dem städtebaulichen Sanierungsprojekt "Ortsmitte" ins Landessanierungsprogramm (LSP) Baden-Württemberg aufgenommen. Der insgesamt bewilligte Förderrahmen von 2,75 Millionen Euro wurde seither mit real 2,73 Millionen Euro fast vollständig ausgeschöpft und zu 40 Prozent aus Mitteln der Gemeinde und zu 60 Prozent aus Landesmitteln getragen. Jetzt hat der Rat die Sanierungssatzung einstimmig aufgehoben.

Fördermittel
Der bewilligte Förderrahmen für die Sanierung "Ortsmitte" betrug anfangs nur eine Million Euro, wurde jedoch in mehreren Schritten immer wieder bis zum genannten Endbetrag erhöht. Somit konnten die wesentlichen Sanierungsziele entsprechend der rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten umgesetzt werden, das Projekt gilt im Sinne des Baugesetzbuchs als abgeschlossen. Mit der Ortskernsanierung wurden wichtige Bereiche der kommunalen Infrastruktur verbessert.

Dorfgemeinschaftshaus
Die Gemeinde erwarb 2007 das gegenüber dem Rathaus gelegene historische und denkmalgeschützte Anwesen "Riegel", um es in Ermangelung eines Bürgersaales zu einem Dorfgemeinschaftshaus umzugestalten. Der unter Beachtung des Denkmalschutzes und bei weitgehendem Erhalt der Bausubstanz erfolgte Umbau wurde über das LSP-Programm hinaus durch Bundesmittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP Städtebau) in Höhe von 730 000 Euro gefördert. Die Klosterscheune als Dorfgemeinschaftshaus im Ortskern konnte im Oktober 2011 eröffnet werden.

Goldberghalle
Die Goldberghalle ist als Mehrzweckhalle für Vereine und für größere Veranstaltungen von großer Bedeutung für die Kommune. Es bestand umfassender energetischer Sanierungsbedarf. Die erforderlichen Bauarbeiten wurden in zwei Bauabschnitten bis November 2009 beendet; die Halle wird seither intensiv genutzt.

Kindergarten St. Michael
Auch beim Kindergarten St. Michael war eine energetische Erneuerung notwendig und wurde durch den Einbau einer Holzpellets-Heizanlage und neuer Fenster vollzogen. Aufgrund der hohen Kinderzahlen im Ort wurde in einem zweiten Bauabschnitt ein Anbau für eine weitere Kindergartengruppe erstellt. Dort befindet sich jetzt auch der bis dato in der Gartenlaube der Klosterscheune extern untergebrachte Personalraum.

Ursulinenareal
Der Abbruch bestehender Bausubstanz und die Neuordnung des Ursulinenareals inklusive öffentlicher Freifläche schufen wesentliche Voraussetzungen für altersgerechtes Wohnen und Pflege durch die Wohngemeinschafts- und Tagespflegeeinrichtungen unter Verwaltung der Bürgergemeinschaft Oberried (BGO). Ebenso konnte so die bürgerschaftliche Wohnbaugenossenschaft Ursulinenhof (WGU) auf dem Areal zwei Gebäude in Holzbauweise für 24 Mietwohnungen erstellen.

Kinderspielplatz Klostergarten
Eine komplette Erneuerung durch attraktiv gestaltete Spielgeräte aus heimischem Robinien- und Lärchenholz verliehen dem Kinderspielplatz am Klostergarten ein völlig neues Gesicht, und der Spielplatz ist inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt geworden.

Sanierungssatzung
Für die Ortskernsanierung wurde 2007 eine entsprechende Satzung aufgestellt, die der Gemeinderat nach Ablauf des Sanierungszeitraums in seiner jüngsten Sitzung einstimmig aufhob. Nun muss noch innerhalb von sechs Monaten die Endabrechnung mit dem Land Baden-Württemberg über das Freiburger Regierungspräsidium erfolgen.