EM-Aus

Joachim Löw und die falschen Entscheidungen

René Kübler

Von René Kübler

Sa, 30. Juni 2012 um 00:01 Uhr

Fußball-EM

Bundestrainer Joachim Löw hat für das Halbfinale gegen Italien die Startformation verändert – und damit diesmal seiner eigenen Überzeugung widersprochen. Eine Analyse.

WARSCHAU. Auch sein letztes Vorhaben an diesem Abend will Joachim Löw nicht gelingen. Zaghaft hat er sich von hinten Cesare Prandelli genähert. Doch es gibt kein Durchkommen. Italiens Coach ist in einer Traube jubelnder Menschen untergetaucht. Löw resigniert, zieht sich zurück. Es ist Prandelli, der kurz danach ihn findet, um den obligatorischen Handschlag zu ermöglichen. Einige Minuten steht der Bundestrainer danach noch da, er wirkt verloren, aus den Stadionlautsprechern tönt "Azzurro" von Adriano Celentano. Ein melancholisches Lied, aber in diesem Moment wird es zur Hymne des italienischen Erfolgs. Für Löw muss es eine Qual sein. Er verschwindet in den Katakomben. Die Regie dieses EM-Halbfinals, das Deutschland gerade mit 1:2 verloren hat, ist ihm lange zuvor entglitten.

Es gab Gründe, warum der Bundestrainer Mario Gomez stürmen ließ und nicht Miroslav Klose. Die drei Turniertreffer ...

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