Futsal

Joschua Moser-Fendel: "Ich halte Futsal für sehr attraktiv"

Lukas Karrer

Von Lukas Karrer

Mo, 17. Februar 2020 um 15:28 Uhr

Oberliga BaWü

Das Thema Futsal polarisiert: Seit Jahren sind die Verbände mehr oder weniger bemüht die Alternative zum Hallenfußball zu etablieren. Doch gerade in Südbaden ist von einem Boom noch wenig zu spüren.

Gerade die höherklassigen Klubs meiden das Spiel mit dem sprungreduzierten Ball. Ein Fürsprecher des Futsals ist Joschua Moser-Fendel. Wie schon sein Vorgänger als Trainer des Freiburger FC, Ralf Eckert, sieht er hier vielfältige Lernmöglichkeiten, die sich aus der Turnhalle auf den grünen Rasen übertragen lassen. Der Aussage, er messe dem Futsal keinen hohen Stellenwert zu, entgegnet der junge Oberligacoach entschieden und wünscht sich künftig eine passende Ansetzung.
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Wenn am 07. März die süddeutsche Futsalmeisterschaft der A-,B- und C-Junioren in Freiburg stattfindet, gehört auch der Freiburger FC zu den qualifizierten Teams. Als Verbandsmeister der A-Junioren hat sich der FFC sein Ticket für die nächsthöhere Veranstaltung erspielt. Doch erneut werden die Rot-Weißen aller Vorrausicht nach nicht mit ihrem besten Team auflaufen. "Einen Tag später haben die Jungs ein wichtiges Spiel in der Oberliga in Heidelberg-Kirchheim. Die Terminansetzung ist erneut sehr unglücklich", sagt Joschua Moser-Fendel. Schon bei der südbadischen Meisterschaft der Aktiven hatte der Freiburger FC nicht wie eigentlich gewünscht seine beste Auswahl stellen können, da die diese mit einem Vorbereitungsspiel terminlich kollidierte.

"Der Freiburger FC spielt seit Jahren mit Jugend- und Aktiventeams gerne Futsal, da wir vielfältige Lernmöglichkeiten für die Spieler sehen. Die Spieler gehen in ihrem technischen Fähigkeitsniveau immer wieder ans Limit und typisch taktische Abläufe im Futsal, wie z.B. das Sichern des eigenen Angriffs, haben auch für das Großfeld einen großen Mehrwert", nennt Moser-Fendel seine und die Beweggründe des Oberligisten. Anders als andere überregionale Klubs aus der Umgebung lässt der Freiburger FC bereits in der Jugend bewusst Futsal spielen.

Um künftig bei regionalen Turnieren nicht erneut als einziges überregionales Team vertreten zu sein, nimmt Moser-Fendel auch den Verband in die Pflicht: "Ich glaube, dass wenn wir die Termine anders setzen, das Ganze deutlich attraktiver wäre." So schlägt der angehende Lehrer vor, dass die Bezirksmeisterschaft und auch das südbadische Turnier deutlich früher angesetzt werden sollten, um die Vorbereitung weniger zu beeinflussen: "Warum spielt man die Bezirksmeisterschaft künftig nicht beispielsweise im Dezember oder früh im Januar und die südbadische Meisterschaft direkt im Anschluss. Wir wünschen uns zusätzlich, dass mehr überregionale Teams dabei sind und mehr Futsalturniere angeboten werden, statt Hallenturnieren mit Banden. Es gibt in der Region eigentlich nur die Bezirksmeisterschaften, was echt schade ist. Aber es können natürlich nur mehr Futsal-Turniere angeboten werden,wenn die Zustimmung auch größer ist. Das ist auch unsere Aufgabe."