Verbrechen

Jugendliche sollen 15-jähriges Mädchen in Salzgitter getötet haben

dpa

Von dpa

Mi, 22. Juni 2022 um 16:24 Uhr

Panorama

In einer Grünanlage in Salzgitter finden Ermittler eine Leiche. Kurz danach steht fest, dass das Mädchen Opfer einer Gewalttat wurde. Unter Verdacht stehen zwei Teenager.

Für den Tod einer 15-Jährigen in Salzgitter sollen zwei Jugendliche verantwortlich sein. Als dringend tatverdächtig gelten ein 13-Jähriger und ein 14-Jähriger, wie die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Mittwoch mitteilte. Nach den ersten Ermittlungen ist die Schülerin Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. "Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus", sagte Behördensprecher Wolters.

Für den 14-Jährigen sei beim Amtsgericht Braunschweig ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt worden. Eine Inhaftierung des 13-Jährigen sei wegen der Strafunmündigkeit nicht möglich, über den Tatverdacht gegen ihn sei das Jugendamt informiert worden. Die beiden Verdächtigen sind Deutsche aus Salzgitter.

Bisher ist die Todesursache ungeklärt

"Das Motiv für die Tat ist noch nicht endgültig geklärt, liegt nach derzeitigen Erkenntnissen aber im persönlichen Bereich", teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Beamte hatten am Dienstag den Leichnam der 15-Jährigen bei einer intensiven Suchaktion in einer Grünanlage im Ortsteil Fredenberg entdeckt. Angehörige hatten das Mädchen am Sonntagabend als vermisst gemeldet, wie ein Polizeisprecher aus Salzgitter sagte. Nach aktuellem Stand geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Tat am Sonntag begangen wurde, wie Sprecher Wolters sagte.

Weitere Informationen zur Todesursache erhofften sich die Ermittler von der Obduktion, deren Ergebnisse für Donnerstag erwartet wurden. Auch am abgesperrten Fundort der Leiche wurde die Spurensuche am Mittwoch fortgesetzt. Es gehe darum, den Tathergang schnell und möglichst genau zu rekonstruieren, sagte der Polizeisprecher. Auch Zeugenvernehmungen wurden ihm zufolge fortgesetzt.

Das Mädchen und die Tatverdächtigen kannten sich

Die bisherigen Ermittlungen ergaben laut Staatsanwaltschaft, dass sich die drei Jugendlichen kannten und auf dieselbe Schule in Salzgitter-Fredenberg gingen. Es zeichne sich ab, dass es sich um einen Mord aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben könnte, sagte Behördensprecher Wolters. Hinweise auf eine Sexualstraftat gebe es derzeit nicht.