Zusammenhang vermutet

In Kandern brennt zum zweiten Mal in kurzer Zeit eine Grillhütte ab

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Mi, 08. April 2020 um 11:53 Uhr

Kandern

Bereits zum zweiten Mal in kurzer Zeit ist in Kandern eine Grillhütte abgebrannt. Am Dienstag traf es die "Heuberg-Hütte". In beiden Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Nachdem Ende März bereits die "Langen-Ebene"-Hütte im Ortsteil Sitzenkirch vollständig abgebrannt war, traf es am Dienstag die "Heuberg-Hütte" in Kandern. Wie Feuerwehrkommandant Günter Lenke berichtet, wurde die Wehr am Dienstag gegen 16.30 Uhr ins Waldgebiet "Heuberg" alarmiert. Sie rückte mit zwei Löschfahrzeugen an, die Schutz- und Grillhütte stand in Flammen. Mit insgesamt 8000 Litern Wasser sei das Feuer gelöscht worden, so Lenke. Ein "Totalschaden" habe aber nicht verhindert werden können.

Polizei vermutet einen Zusammenhang der Hüttenbrände

Mit einem Bagger des städtischen Bauhofes seien die Überreste der Hütte auseinandergetragen worden, um alles löschen zu können. 16 Einsatzkräfte seien dreieinhalb Stunden lang im Einsatz gewesen. Kurz darauf seien die Wehrleute von einem Passanten über ein weiteres Feuer bei der Wolfsschlucht informiert worden. Auch hier rückte man unverzüglich aus und löschte, berichtet Lenke.

Die Polizei geht im Fall der Grillhütte von Brandstiftung aus, sagte Polizeipressesprecher Mathias Albicker der BZ. Erst Ende März hatte gleich zweimal die "Langen-Ebene"-Hütte im Ortsteil Sitzenkirch gebrannt, zunächst mit geringem Schaden, ein bis zwei Tage später dann mit Totalschaden. Es gebe in beiden Hütten keinerlei elektrische Leitungen, weshalb ein technischer Defekt ausgeschlossen werden könne. Die Polizei gehe aufgrund der Spurenlage von einem Zusammenhang der beiden Hüttenbrände aus, so Albicker. Die Summe des entstandenen Sachschadens schätzt die Polizei auf zwischen 15.000 und 20.000 Euro.
Zeugensuche: Der Polizeiposten Markgräflerland bittet um Hinweise unter Tel. 07626-977-800

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